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Kategorie-Archiv: Fußball Deutschland

Reform des UEFA-Team-Koeffizienten

Vorne weg: Eintracht Frankfurt ist mir ziemlich egal, ich habe nichts gegen die, zumindest nichts Wirkungsvolles. Ich nehme dieses Beispiel, weil es mir als Österreicher einfach aufgefallen ist.

Eintracht Frankfurt ist in die Europa League mit einem Team-Koeffizienten von 15,922 gestartet, dieser ist höher als der Koeffizent von u.a. Feyenoord (13,945), Maccabi Haifa (13,575) oder auch Rapid Wien (13,075).

Eintracht Frankfurt war das letzte Mal in der Saison 2006/07 international vertreten, für die 5-Jahres-Wertung etwas lange. Nun bekommen aber alle Vereine eines Landes 20 % der Punkte, die ein Land gesammelt hat, und zwar unabhängig davon, ob sie international vertreten waren oder nicht. Für Vereine wie Eintracht Frankfurt reichen diese Punkte, um als gesetzte Mannschaft in die Qualifikation zu gehen und in der Gruppenphase aus Topf 3 zu starten. Rapid Wien hat das Kunststück vollbracht, drei Mal als ungesetzter Verein in die Gruppenphase zu kommen, und steht im Wesentlichen gleich da wie ein Verein, der mehr als 5 Jahre überhaupt nicht mehr in Europa vertreten war.

Diese Ungerechtigkeit wäre leicht aufzuheben. Vereine bekommen die „Länder-Punkte“ nur mehr, wenn sie im jeweiligen Jahr auch international vertreten sind. Für Vereine wie Eintracht Frankfurt würde dies bedeuten, ungesetzt durch die Qualifikation zu müssen, aber ganz ehrlich -was wäre ungerecht daran?

Warum nicht einfach Westfalenstadion und Franz-Horr-Stadion?

Es ist wieder Champions-League-Zeit. Morgen Dienstag steigt das Rückspiel zwischen Austria Wien und Dinamo Zagreb. Durch das Sponsoren-Diktat der Uefa darf das Stadion am Verteilerkreis nicht „Generali-Arena“ heißen – wohl eine der wenigen sinnvollen Maßnahmen dieser Organisation. Warum ein Stadion mit etwas mehr als 10.000 Plätzen überhaupt Arena heißen muss lassen wir mal außen vor. Warum aber nennt man das Stadion für die internationalen Spiele nicht einfach „Franz-Horr-Stadion“?
In Dortmund steht man vor dem gleichen Dilemma, das dortige Westfalenstadion trägt auch den Namen eines Sponsors. In der Champions-League ist dies natürlich nicht erlaubt. Auch dort hätte man einen rießigen Bonus erlangt hätte man das Stadion für die internationalen Spiele wieder Westfalenstadion genannt, BVB Stadion Dortmund klingt im Übrigen ganz schrecklich.
Die Thematik ist an beiden Standorten gleich, ein Sponsor bezahlt einen nennenswerten Betrag um den Namen des Stadions zu erwerben, die Fans sind dort wie da nicht besonders erfreut darüber (um es mal harmlos zu beschreiben). Anstatt sich hier einen Bonus zu holen und den Stadien ihre traditionellen Namen zu geben erfindet man irgendwelche Fantasiebezeichnungen die noch dazu scheiße klingen.
Manches muss ich nicht verstehen.

You don’t care about football

Lieber Michel Platini, grundsätzlich schätze ich Deine Tätigkeit als UEFA-Präsident. Dich mit dem größten Ungustl aller Zeiten bei der FIFA zu vergleichen wäre schon grundsätzlich eine Gemeinheit, viel zu freundlich bist Du dafür, auch finde ich die Entscheidung 5 „kleineren“ Nationen einen Fixplatz in der Champions League zu geben durchaus gerechtfertigt. Aber das alleine reicht nicht.

Was den Umgang mit Fans betrifft darf ich aber sagen, geht’s noch? Ich meine wo sind wir denn bitte? Die jüngsten Meldungen aus München und Dortmund zeigen einmal mehr, Fans sind in Deinen Augen wohl ein schmuckes Beiwerk. Die Leute vor den Fernsehgeräten und im Stadion dürfen Sie gerne mit ihrem folkloristischen Auftritten bespaßen, aber wenn es darum geht den Fans ihren Auftritt im Stadion zu ermöglich dann geht Euch das anscheinend nichts an, im Gegenteil ihr legt ihnen unnötige Steine in den Weg.

Nun ist es also fix, der Anhang des BVB wird keine Choreographie machen, die der Münchner funktioniert wohl nur mit unzähligen Einschränkungen, torpediert wird diese auch noch von diesen unsäglichen Klatschpappen. Beide Kurven haben unzählige Male bewiesen, dass sie durchaus was vom Thema Choreographie verstehen. Exemplarisch möchte ich nur in Erinnerung rufen:

BVB – Arsenal London

FCB – Chelsea

In London wird es also nicht passieren, dass sich beide Kurven mit einer geschlossenen Choreographie über mehrere Ränge präsentieren. Warum dies nicht möglich sein soll versteht wohl niemand richtig. Ihr werdet schon wissen warum. Für heute lassen wir es dann auch wieder. Die Frage was wohl passiert wäre wenn die beiden Mannschaften im Halbfinale aufeinander getroffen wären und irgendjemand gefragt hätte warum die beiden drei Mal in der laufenden Saison mit Stehplätzen in ihren Stadien spielen, in der Champions League dies aber nicht möglich ist, lassen wir mal außen vor.

In diesem Sinne: Schönes Spiel und überlegt Euch doch für das nächste Mal kostenlose Ohropax zu verteilen damit es nicht zu laut ist.

Meldepflicht für Bierzeltschläger!

Die Bilanz ist erschreckend! Das Münchner Oktoberfest verzeichnet einen Besucherrückgang von rund einer halben Million Besuchern, gleichzeitig stieg die Anzahl der sog. Maßkrug-Schlägereien (Anm: Schlägerein bei denen Maßkrüge als Waffe gegen den Kontrahenten eingesetzt werden) um 13,8% an. Aber auch Schlägereien ohne diese heimtückische Waffe(+ 3,5 %) stiegen besorgniserregend an, so gab es mit mehr als 2000 Einsätzen auf der Münchner Wiesn 2012 einen negativen Rekordwert. Von Seiten der Münchner Polizei hört man nun schon, dass das Limit überschritten sei.

Aber nicht nur das jüngste Oktoberfest macht mit Negativ-Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Im österreichischen Großarl musste die Polizei kürzlich ein Festzelt räumen, nachdem es zwischen Sicherheitspersonal und Gästen zu einer handfesten Rauferei kam. Auch dort sollen die Schläger die berüchtigten Lederhosen und Trachtenhemden getragen haben.

Nun hört man unter vorgehaltener Hand, dass die Behörden über neue Maßnahmen nachdenken.

Etwaige Maßnahmen könnten sein:

– Gläserverbot auf dem gesamten Festgelände in München
– Ausschank von Leichtbier nach 18:00 Uhr, generelles Alkoholverbot ab 22:00 Uhr
– Meldeauflagen für Schläger während der gesamten Wiesn-Zeit, erweiterbar auf sämtliche Volksfest in Bayern und der Bundesrepublik
– Teilsperre der Zelte wenn es in diesen zu Schlägereien gekommen ist.
– Ausschluss von Brauereien für die nächste Wiesn wenn es in Ihren Zelt zu wiederholten Übertretungen kommt
– Weiteres wird überlegt an den sogenannten hochsicherheits Tagen (3. Oktober, Samstage,…) das Fest gänzlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit abzuhalten.

Die Maßnahmen kommen Ihnen überzogen vor? Fragen Sie mal beim DFB, der DFL und den deutschen Innenministern nach, wo genau diese Sanktionen zur Anwendung kommen.

Taktik wird generell überbewertet

Österreichs ehemaliger Teamchef Didi Constantini wurde mit seiner Aussage „Taktik wird generell überbewertet“ berühmt, manche behaupten berüchtigt geworden. Die Erfolge des Trainers Constantini richten über diese Aussage ausreichend. Die Situation in der österreichischen Bundesliga zeigt aber, dass man sich auch bei manchen Trainern die Frage stellen darf, ob man das nicht der ein oder andere ähnlich sieht. „Hinten muss die Null stehen“, ist ein weitverbreitet aber kein adäquates taktisches Konzept, es geht aber auch anders.

Willi Ruttensteiner, seines Zeichens Sportdirektor des ÖFB, hat mit der Bestellung von Marcel Koller einen mutigen Weg eingeleitet. Schon nach wenigen Monaten sieht man, dass ein anderer taktischer Wind im Fußballnationalteam weht. Dieses war der erste Streich…

Der zweite Streich darf in schon mal in Angriff genommen werden. Die taktische Ausbildung und das Niveau der taktischen Diskussion darf gerne erhöht werden. Die Gretchen-Frage ist natürlich immer, wer macht was und wann? In Österreich hat sich in den letzten Jahren eine feine Medienlandschaft abseits der Printmedien etabliert. Martin Blumenau, Michael Fiala, Gerald Grossmann, die Jungs von ballverliebt.eu sollen an dieser Stelle nur exemplarisch genannt werden. Einziges Manko dabei, kein einziger ehemaliger Trainer oder Spieler, geschweige denn aktuelle Trainer beteiligen sich in irgendeiner Form an taktischen Diskussionen. Der Einwurf, ein Kollege darf keinen Kollegen analysieren ist unangebracht, dank TV-Übertragungen haben Fans in Österreich nahezu jede Woche die Möglichkeit Spiele aus Deutschland oder der Champions League zu verfolgen. Das DFB-Pokal-Halbfinale Gladbach – Bayern hätte sich wunderbar für eine Analyse geeignet und dies sogar mit einem Bezug zu Österreich.

Willi Ruttensteiner hat sein Buch mit „Von den Besten lernen“ tituliert. Im Bereich der taktischen Analyse gibt es hier noch viel brachliegendes Potential. Der ÖFB darf an dieser Stelle gerne seinen Einfluss geltenden machen um eines der großen österreichischen Medien für eine „prominente“ Taktikanalyse zu gewinnen oder aber er macht es überhaupt selbst und veröffentlicht ab und an taktische Nachberichte zu Spielen. „Die Welt“ mach dies übrigens vor, Peter Hyballa analysierte unter anderem das CL-Rückspiel Real – Bayern. In Österreich gäbe es durchaus Kandidaten für solche Analysen, einem Adi Hütter beispielsweise traut man dies vom Fleck weg zu. Die Kosten für ein solches Projekt wären wohl marginal, der Nutzen hingegen durchaus beträchtlich.

BVB-Sieg im Doppelpack

Über Facebook habe ich erfahren, dass es die Möglichkeit gibt zwei Spiele des BVB an einem Tag zu sehen. Am Nachmittag im Stadion Rote Erde das Amateur-Derby gegen die Blauen und am Abend die Bundesligabegegnung gegen den FSV Mainz 05. Mein erster Kommentar war: „Das sollte man halt vorher wissen…“; Kurzfristig habe ich mich dann doch für die Reise entschieden und bin Freitagabend Richtung Dortmund aufgebrochen. Meine Reise führte mich zuerst nach Mainz, die dortigen Metzger haben mir spontan und unkompliziert einen Schlafplatz zur Verfügung gestellt. Für so viel Gastfreundschaft noch einmal ein großes Danke.

Am Samstag ging es dann bereits um 7 Uhr nach Dortmund. Spielbeginn für das Amateur-Spiel der Regionalliga West war bereits um 12:30 Uhr. Am Bahnhof habe ich mich mit den bekannten Gesichtern getroffen und danach ging es gleich zum Westfalenstadion. Dieses Mal klappte alles wunderbar mit den Karten und einem langen Fußballnachmittag stand nichts mehr im Wege.

Das Stadion Rote Erde ist direkt neben dem Westfalenstadion. Wenn man den Bau heute sieht kann man sich nur schwer vorstellen, dass da mehr als 30.000 drinnen waren. Es ist ein typisches altes Stadion, weitläufige Stehplätze rund um eine Laufbahn. Eine Seite des Stadions ist mit einer überdachten Sitzplatztribüne versehen. Dort gruppieren sich die sangeswilligen Zuseher der zweiten Mannschaft. Auf Grund der Brisanz die auch bei den Spielen der zweiten Mannschaft herrscht waren wohl 7.000 – 8.000 Fans zu diesem Spiel gekommen. Warum ein Stadion ohne wirkliches Dach und wohl nur zu einem Drittel gefüllt solch einen Lärm machen kann ist mir noch immer ein Rätsel. Viele Vereine wären froh wenn sie diese Stimmung bei Ihrer Kampfmannschaft hätten. Der Support beim Spiel unterschied sich doch merklich von dem der Bundesligabegegnung. Zum einen wurden zahlreiche „Amateur“-Schlachtgesänge gesungen und zum anderen waren die Phasen in den die La-La-Langspielplatte aufgelegt wurde wesentlich länger als bei der ersten Mannschaft.

Blick auf den Support-Block im Stadion Rote Erde

Als Österreicher war die Begegnung auch sportlich interessant, konnte man doch sehen, was es heißt auch den Nachwuchs in das Konzept der Kampfmannschaft einzubinden. Besonders auf Schwarz-Gelber Seite war die Spielanlage jener der Bundesligamannschaft sehr ähnlich. Am Ende konnten die Borussen sich hoch verdient mit 2:1 durchsetzten. Die Stimmung war natürlich entsprechend ausgelassen. Auf Grund der Vorbereitungen für die Abendbegegnung musste man leider das Stadion mit seinen Biertischen und Bäumen recht schnell verlassen, trotzdem war es einfach schön ein solch altes Stadion in Aktion zu erleben.

Da im direkten Umfeld des Westfalenstadion nicht gerade viel los ist machte man sich zu einem kleinen Fußmarsch auf um die paar Stunden bis zum Spielbeginn noch gut über die Runden zu bringen. Bei einem der zahlreichen Restaurants konnte ich sie dann endlich verspeisen, die world-famous Taxi-Platte. Die Taxiplatte besteht aus Pommes, Curry-Wurst und Gyros oder kurz gesagt Junk mit Junk und Junk. Also alles was man sich in dieser Situation wünscht.

Recht bald ging es dann wieder zum Stadion um sich dort dann möglichst bald die zweite Karte abzuholen und noch etwas von den Nachmittagsspielen der Bundesliga mit zu bekommen. Wieder einmal stellte sich heraus, dass alt nicht schlecht ist. So war es dann ein älterer Herr mit Radio und Kopfhörer der als einzig verlässliche Quelle die überaus erfreulichen Ergebnisse aus Dortmunder Sicht weitergab. Angesichts der unglaublichen Menschenmassen ist nämlich an einen ordentlichen Mobiltelefon/Smartphone-Betrieb nicht zu denken.

Voller Freude und in der Gewissheit mit einem Sieg über die 05er sich absetzen zu können macht ich mich auf den Weg zur Südtribüne. Es war ja nun mein dritter Besuch im Westfalenstadion, ein solcher Genuss wie diese Mal war es aber noch nie. Zum einen konnte ich ob des Vorspiels so richtig das Stadion genießen und ausführlich anschauen und zum anderen sollte der BVB eine furiose Leistung mit einem Sieg belohnen, meinem ersten im Westfalenstadion. Der BVB spielte eigentlich wie immer. Wirklich gut wurde die Begegnung allerdings erst durch den Auftritt der 05er. Der MSV versuchte mit einer ähnlichen Ausrichtung dagegen zu halten. Am Ende setzte sich der BVB verdient durch.

Auch auf den Rängen war einiges los. Das Westfalenstadion war natürlich ausverkauft und man muss sagen die Südtribüne ist wirklich rappelvoll. Auch die Jungs und Mädls aus Mainz präsentierten sich sehr engagiert. Zu Beginn zeigten Sie eine Überzieh-Fahne in ihrem Block, ab und an waren sie sogar auf der Südtribüne zu hören. Allerdings was damit spätestens nach dem 2:1 Schluss. Ab dem 2:1 waren nur mehr die BVB-Fans auf allen Seiten zu hören. Es entwickelte sich eine Lautstärke die man fast greifen konnte.

Überziehfahne zu Spielbeginn

Die Gefühlslage der Dortmunder war mit einem Blick auf die Tabelle schnell beschrieben oder wie Hannes Krawagna sagen würde: „Weltkongress der Lebensfreude“

Südtribüne aka Gelbe Wand

Hertha BSC Berlin – Borussia Dortmund 0:1(0:0)

Obwohl ich eine wunderbare Frau in Berlin besucht habe, wollte ich dann doch nicht auf Fußball verzichten und habe mir das Spiel im Berliner Olympiastadion nicht entgehen lassen. Der Tabellenführer aus Dortmund war zum 1000. Bundesligaspiel der Hertha zu Gast in der Hauptstadt. Sportlich waren die Vorzeichen eindeutig, die Schwarz-Gelben hatten alle Spiele des Jahres 2012 gewonnen, anders die Hertha für die es bisher nur Niederlagen gab. Die Wende sollte René Tretschok bringen und es gelang ihm meiner Meinung nach recht gut. Obwohl noch schlechter als sich die Hertha unter Skibbe präsentiert geht es nicht mehr.

Eigentlich war alles angerichtet. Karte im Gästesektor, ein tolles Wochenende in Berlin… Nun ja erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Gut der Streik bei der Berliner U-Bahn konnte dank eines direkten Anschluss der S-Bahn elegant umgangen werden. Am Ende musste ich dann doch wieder am Schwarzmarkt zu schlagen, allerdings sind 30 € für so ein Spiel durchaus okay und dank sehr erfahrener(ich will ja nicht sagen alter) Begleiter konnte ich dann trotz irrwitziger Kontrollen in den Gästesektor. Ich hab ja doch schon viele Spiele gesehen aber das Maß an Kontrolle in Berlin gehört sicher zu den negativen Highlights.

Im Stadion waren dann wohl gut und gerne 20.000 im Lager der Borussia, die Hütte selbst war rappelvoll. Man muss schon sagen, trotz Laufbahn ist das Olympiastadion eines der schönsten Stadien in Deutschland. Zumal es Bier aus 1-Liter-Bechern gibt, warum deren Verkauf in der zweiten Halbzeit eingestellt wurde weiß ich nicht. Angesichts der Rahmenbedingungen und meinen bisherigen drei Auswärtsspielen mit dem BVB (Hannover, London und Nürnberg) habe ich mir natürlich schon einiges an Stimmung erwartet – und ich wurde bei Leibe nicht enttäuscht. Wie gut die Berliner waren kann ich nicht sagen, angesichts der Akustik im Olympiastadion und der Lautstärke im Gästesektor war einfach nichts zu hören.

Blick in Richtung Hertha-Kurve

Das Spiel war leider so wie ich es erwartet habe. Berlin war wesentlich besser organisiert als in den letzten Wochen und hat dem BVB das Leben schwer gemacht. Trotzdem gelang es dem BVB wieder drei, vier sehr gute Möglichkeiten heraus zu spielen, bis endlich das 0:1 viel. Am Ende war es dann Kevin Großkreutz mit einem Fallrückzieher. Nachdem der Kopfball zuvor schon sensationell war gab es quasi einen doppelten Torjubel. Danach passierte nicht mehr wirklich viel. Der BVB kontrollierte und die Hertha spielte brav nach vorne. Der Sieg ging auf jeden Fall in Ordnung.

Durch das 0:0 des großen FC Bayern hat der BVB dann doch auch noch einmal zwei Punkte gut gemacht. Die Ausgangslage für den BVB könnte eigentlich nicht besser sein. Bis zum 30. Spieltag (Heimspiel gegen die Bayern) traue ich dem BVB die volle Punkteausbeute zu. Tja und dann… Schau ma mal

Kein Dank an Martin Kind, Dietmar Hopp und Co

Martin Kind dürfte den wenigsten österreichischen Fußballfans etwas sagen, Dietmar Hopp wohl eher. In Deutschland ist dieser Mann, seines Zeichen Vorstandsvorsitzender von Hannover 96, für viele Fans eine persona non grata. Martin Kind betreibt nämlich in einer Vorreiterrolle die Aufhebung der „50+1“-Regel.

 

Wer sich bisher mit dieser Regel wenig beschäftigt hat, dem empfehle ich an dieser Stelle den Wikipedia-Eintrag dazu, da er auch einige Vereine der Bundesliga und ihre Mehrheitsverhältnis erläutert.

 

Da wir in Salzburg ja gebrannte Kinder sind, ist es logisch, dass ich mit der Aufhebung dieser Regel nicht viel anfangen kann. Abgesehen davon macht die Aufhebung dieser Regelung für mich auch logisch keinen Sinn. Die Vereine der deutschen Bundesliga gehören wohl zu den gesündesten der Welt. Abgesehen von den Einnahmen aus den TV-Geldern ist die Liga international auch finanziell konkurrenzfähig. Die Zuseherzahlen in den Stadien sind meines Wissens in Europa unerreicht.

 

Die Entscheidung ist nun vertagt worden, im Hintergrund wird an neuen Kompromissen gearbeitet. Da dies ein laufender Prozess ist möchte ich nicht ständig Hochwasserstandsmeldungen abgeben.

 

Spannender finde ich persönlich den Umgang der Deutschen mit diesem Thema. Nahe zu alle Vereine haben Meinungen dazu, Liga-Präsident Reinhard Rauball äußert sich sehr ausführlich zu diesem Thema. Die Diskussion wird in den größten Tageszeitungen geführt. So gehört sich das.

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