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Kategorie-Archiv: Austria Salzburg

Besessene haben keine Wahl

Kürzlich habe ich meiner besseren Hälfte empfohlen, das fantastische Buch „Fever Pitch“ von Nick Hornby zu lesen. Aus mir sprach die Überzeugung, dass ihr dieser literarisch begnadete Engländer meine Fußballleidenschaft näher bringen könnte.

Denn wenn man mit jemandem zusammen ist, den Fußball nicht begeistert, steht man immer wieder vor Erklärungsnöten: warum man diese oder jene Strapaze auf sich nimmt; warum man, im Gegensatz zu Karl-Markus Gauß, schon in Unken war, da die Austria dort in der Saison 2006/07 gespielt hat; oder warum man während der Hochzeitsplanungen euphorisch jubelt, weil gleichzeitig der Liveticker ein Tor der Austria vermeldet. All dies ist für Fußballfans leicht zu verstehen… Beim Rest der Welt erntet man Kopfschütteln.

Nun ja, ich dachte mir, Nick Hornby kann mir da helfen. Und ich muss sagen, es hat geholfen – zwar nicht wie erhofft, aber trotzdem. Bereits auf Seite zwei steht der folgenschwere Satz: „Besessene haben keine Wahl.“ Damit ist eigentlich alles gesagt. Wann immer wir über Fußball diskutieren, irgendwann fällt dieser Satz.

Heute ist wieder so ein Tag, an dem Besessene keine Wahl haben. Der Tag der Lizenzentscheidung in Österreich. Nervös wie ein 7-Jähriger am Heiligen Abend versuche ich, die Zeit bis zur Entscheidung zu überstehen. Ich weiß nicht, ob es gut ist; ich weiß nicht, wie es wäre, wenn diese Leidenschaft keinen Platz in meinem Leben hätte. Es ist mir aber auch egal, schließlich haben Besessene keine Wahl.

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Stefan Weger, kommen Sie doch einfach mal vorbei

Hallo Stefan Weger,

vor einigen Tagen haben Sie in einem Gespräch mit ihrem Kollegen Christoph König von der Sportwoche ausführlich über die Zuseher beim FC Salzburg aber auch bei der Salzburger Austria gesprochen.

Ihre Aussagen über die Zuseher des FC Salzburg lasse ich unkommentiert, dies sollen Leute beurteilen, die auch dort ins Stadion gehen.

Im Rahmen dieses Interviews haben Sie jedoch ein Vorurteil aufgegriffen, das endlich widerlegt werden muss: Wenn Sie meiner Einladung folgen, werden Sie feststellen, dass sich bei der Salzburg Austria zahlreiche Familien mit ihren Kindern die Spiele ansehen. Rund um die Sitzplatztribüne werden Sie eine Vielzahl an Kindern sehen, die vergnügt umhertollen oder Fußballspielen. Selbst Kleinkinder, die im Kinderwagen mitgebracht werden, fühlen sich bei uns pudelwohl. Die größte Gefahr für Kinder auf unserem Fußballplatz sind Bälle, die sich vom Spielfeld auf die Zuschauerränge verirren, denn -und dies wird Sie vielleicht auch überraschen – ein Zaun findet sich dort ebenfalls nicht.

Ich lade Sie also herzlich ein, kommen Sie bei uns vorbei. Denn vor Ort lässt sich in der Regel ein besseres Bild machen.

Schöne Grüße
Volker Rechberger

Die Reifeprüfung in Wattens

Zweiter gegen Erster, Tirol gegen Salzburg, WSG Wattens – SV Austria Salzburg am 19. Oktober 2013; Ein Spiel, auf das die gesamte Regionalliga West geblickt hat. Es sollte das Schlagerspiel im Herbst werden. Die einzigen beiden Mannschaften, die ernsthaft als Titelaspiranten und Aufstiegskandidaten gelten, trafen das erste Mal in dieser Saison aufeinander. Und die Ausgangslage war höchst brisant. In der Runde zuvor hatte die Salzburger Austria erstmals kein Tor geschossen und musste sich mit einem 0:0 zu Hause gegen Altach begnügen, damit konnten die Tiroler den Rückstand auf 3 Punkte verkürzen und witterten wieder Morgenluft, schließlich fehlten den Violetten mit Perlak und Mayer zwei absolute Leistungsträger.

Miro Polak ließ die Mannschaft wieder im –mittlerweile perfekt eingespielten – 3-5-2 auflaufen. Fabio Strauss rückte wieder in die zentrale Position der Abwehrreihe, und Reifeltshammer auf die Sechs nach vorne. Raphi Reifeltshammer präsentierte sich in den letzten Spielen zentral in der Kette nicht immer sattelfest und etwas umständlich im Spielaufbau. Auf der Position des Sechsers kommen diese Mängel nicht so zu tragen, dafür seine Stärken wie das Kopfballspiel, das Zweikampfverhalten und ein gutes Auge für den gegnerischen Spielaufbau, wesentlich besser.

Nachdem sich Fabio Strauss nach einer unglücklichen Aktion abermals verletzte, wechselte Polak nicht nur mutig sondern auch absolut richtig. Während wohl alle anwesenden Fußballexperten mit dem logischen Wechsel Reifeltshammer in die Abwehr, neuer Sechser rein rechneten, stellte er Sommer von der linken Außenbahn als Libero auf und wechselte Huspek als linken Außenverteidiger ein. Am Spiel unserseits sollte sich wenig ändern. In der Mitte der Abwehrreihe spielte Sommer den so wichtigen Part eines spielstarken Liberos, Reifeltshammer und Öttl (der etwas vor Reifeltshammer agierte) störten den Tiroler Spielaufbau. Die Überlegenheit im Mittelfeld sollte das Spiel prägen. Und das war wohl der Plan von Miro Polak, der voll aufging.

Die Tiroler verfügen eigentlich über gute Offensivreihen, gerade ein Spieler wie Simon Zangerl ist immer für ein Tor gut. Die wohl wichtigste Rolle spielt aber Sascha Wörgetter, der 20jährige ist Denker und Lenker im Mittelfeld. Dank der Leistung von Öttl und Reifeltshammer fand aber gerade er überhaupt nicht ins Spiel und musste im Spielaufbau teilweise auf Höhe der eigenen Abwehrreihe agieren, um überhaupt an Bälle zu kommen. Das Spiel der Tiroler funktioniert unter anderem deshalb überhaupt nicht.

Damit waren die Kräfteverhältnisse eigentlich klar verteilt, die Austria mit wesentlich mehr Spielanteilen kontrollierte Ball und Gegner. Da man aber auf Grund des Fehlens von Mayer und Perlak über weite Teile des Spiels nicht in der Lage war Chancen zu kreieren, wurde das Spiel zu einer Geduldsprobe. Kurz vor der Pause wurde diese Geduld dann auch belohnt, Öttl agiert energisch beim gegnerischen Spielaufbau und gewinnt den Ball weit in der gegnerischen Hälfte, eine kluge Flanke auf den freien Katnik und dieser erlöst Mannschaft, Trainer und die zahlreichen Fans mit einem 1:0.

Das Spiel sollte sich in der zweiten Halbzeit wenig ändern. Die Tiroler waren nie in der Lage die Austria zu gefährden, das 2:0 eigentlich nur eine Frage der Zeit. Mihael Rajic belohnte sich nach einer Ecke für die abermals starke Leistung. Eine kurz gespielte Ecke mit Raimund Friedl, den Gegner vernascht und ein satter Schuss durch das Getümmel im Strafraum ins kurze Eck. Michi Perlak hatte vor zwei Wochen gegen Seekirchen mit der selben Variante Erfolg. Mit dem 2:0 im Rücken spielte die Austria solide weiter, hätte Marko Vujic auf 3:0 gestellt, wir hätten wohl alle die beste Parade versäumt, die viele von uns je live gesehen haben.

In den Schlussminuten probierten die Tiroler noch einmal alles und konnten sich dann doch noch in der gegnerischen Hälfte festsetzen. Flanke von rechts zentral vors Tor, Stefan Ebner spekuliert auf den Ball ins lange Eck und fliegt bereits los, der Tiroler köpft jedoch zentral aufs Tor (ein Ball, den Ebner sonst sicher gehalten hätte), Ebner reagiert noch im Flug, hebt das linke Bein an und kann damit den Ball parieren. „What a save“ würden wohl englische Kommentatoren ins Mikro brüllen.

Und wie unser Stadionsprecher immer so schön sagt: „Aus, Ende, vorbei“, die Austria gewinnt in Wattens 2:0, 6 Punkte Vorsprung, das deutlich bessere Torverhältnis und wohl ein ganz wichtiger Sieg auf dem Weg zurück in die zweite Liga.

Die sportliche Reifeprüfung wurde damit bestanden, wenn nun die Reifeprüfung des gesamten Vereins, sprich Lizenz für die Spielzeit 2014/15, abgelegt wird, „werden all unsere Träume in Erfüllung gehen…

Langsam greift das System

Ich war ja selbst einer der größten Skeptiker von Miro Polak und dem 3-5-2. Die Gründe sind vielfältig, zum einen schien mir ein „alter Trainer“ nicht wirklich die passende Option um die eingeschlagene Spielweise weiterzuführen, zum anderen bin ich kein Fan von einem 2-Stürmer-System.

Die Vorgänge zur Trainerbestellung kenne ich nicht, ganz frei möchte ich, trotz der offensichtlich guten Arbeit von Polak, den Verein immer noch nicht sprechen. Tom Hofer war ein Trainer, der sehr modernen Fußball spielen ließ, und dies überaus erfolgreich. Variables Spiel, schnelle Balleroberung, Gegenpressing, etc… Vieles von dem, was modernen Fußball ausmacht, haben wir in der letzten Saison gesehen – ohne die Wettbewerbsverzerrer aus Liefering wären wir der Meister 2012/13 geworden. Nun ist von dieser Spielanlage wenig über, wobei man fairerweise anmerken muss, dass sich die Balleroberung wieder intensiviert hat. Polak verfolgt hier eine andere Spielphilosophie, die ist – wie der Aufstieg gegen Grödig und die aktuellen Ergebnisse zeigen – keinesfalls schlecht. Warum man aber die gesamte Spielanlage derart ändern musste, ist mir immer noch nicht klar – ein sportlich durchgängiges Konzept sieht anders aus.

Nun ja, es ist wie es ist, Miro Polak ist mir persönlich sympathisch, die Leistungskurve der Mannschaft zeigt stetig nach oben und die Umstellungen scheinen langsam zu greifen. Man darf nicht unzufrieden sein.

Wiewohl ich ein großer Skeptiker der 2-Stürmer-Variante bin – mit Vujic und Katnik wäre es unfassbar fahrlässig anders zu spielen. Dafür sind beide viel zu stark. Überhaupt muss ich sagen, dass mir mit Fortdauer der Saison die Auslegung des Systems besser und besser gefällt. Dies mag auch an der individuellen Qualität liegen. Beispielsweise finde ich, dass Raimund Friedl noch nie so gut gespielt hat wie jetzt. Das Mittelfeld präsentiert sich überaus lauffreudig und spielstark. Sollten wir die ein oder andere Abstimmungsschwäche abstellen können, traue ich der Mannschaft nicht nur den Meistertitel, sondern auch noch die ein oder andere Cup-Sensation zu.

Schön, wenn sich die eigene Skepsis in Luft auflöst.

c’è solo un capitano

Der Kapitän verlässt das Schiff. Nein, er flieht nicht und am Sinken ist der Kahn schon gar nicht, trotzdem es gibt keinen Grund zu gehen.

Wie die Austria verlautbart hat wird Florian Hirsch unsere – und seine – geliebte Austria verlassen. Selten zuvor hat ein Spieler eine derart große Lücke hinterlassen. Hirschi, Du wirst fehlen.

Du, der den Begriff Kampfsau neudefiniert hast, wie ein Berseker hast Du die rechte Seite eines jeden Spielfelds bearbeitet – vor, zurück und wieder vor. Immer und immer wieder bist Du auf Deiner Seite marschiert, gefühlte 1000 Kilometer und mehr und das in jedem Spiel. Niemals war Dir ein Weg zu weit, niemals hast Du einen Zweikampf aufgegeben und niemals war Dir egal was die anderen 10 Spieler in Violett und Weiß auf dem Spielfeld getan haben. Wie viele Meter Deine Mitspieler deshalb gelaufen sind weil sie ganz genau wussten, wenn sie nicht laufen gibt es da einen in der Mannschaft der ihren Allerwertesten aufreißen wird und zwar bis zum „Gnack“ kann wohl keiner auch nur im Ansatz erahnen. Wie viele Punkte am Ende dabei für uns herausgeschaut haben, kann wohl auch keiner sagen, aber egal selbst wenn es nur ein einziger war, Du gehörst zu jenen Sportler die der Grund sind warum wir immer wieder daran glauben, dass auch für Kicker ein Verein mehr ist als nur ein Arbeitgeber, die auf dem Feld das umsetzten was die Kurve vorlebt.

Nun verlässt Du uns also, Du mit Deiner schicken Tätowierung am Oberarm, Du der Du die Nummer des Goliador auf Deinem Rücken trägst, Du der den Begriff Kapitän so sehr gelebt hat, wie selten einer vor ihm. Leidenschaft, Einsatz, Wille selten waren Attribute treffender für einen Kicker. Die Gründe für Deinen Abgang mögen rational sein, ja auch in meinem Kopf kommt irgendwo an, es klingt vernünftig. Aber seien wir uns doch mal ehrlich, wer braucht Gründe wenn er Austria Salzburg hat? Also überleg es Dir noch einmal!

(c) Thomas Schernthanner/http://pressefoto.zenfolio.com

(c) Thomas Schernthanner/http://pressefoto.zenfolio.com

Wie kleine Kinder

„Männer werden sieben und danach wachsen sie nur noch“ dieser gute Spruch, der übrigens im höchsten Maß sexistisch ist (aber das stört mich ja nicht), fällt mir momentan ein wenn ich unser Forum durchlese. Wieder einmal geht es um die Stadionfrage, diese Frage die, da sie ja immer noch nicht gelöst ist, uns seit dem Jahr 2006 auf Schritt und Tritt verfolgt.

Die Ausgangslage ist wie folgt: Die Austria ist seit 2007 Mieter der ASKÖ Sportanlage in Maxglan. Seit jeher ist die Anlage eigentlich viel zu klein und nach unzähligen Verhandlungen und Einreichungen konnten wir nun einen Kompromiss mit den Behörden erzielen der unsere Grundbedürfnisse befriedigt. 2010 wurde uns die Anlage zum Kauf angeboten, da man aber von Seiten der Stadt keine Garantie hinsichtlich einer dauerhaften Nutzung bekommen hat und die damalige Eigentümervertreter nicht gerade das geschaffen hat was man ein Vertrauensverhältnis nennt, wurde dieser Plan wieder verworfen.

Seither gab es wohl unzählige Verhandlungen mit der Politik. Ideen und Pläne in diversen Ausführungen wurden entworfen, Standorte geprüft, etc. In diesem Jahr wurde nun von Seiten der Stadt Salzburg der Bau eines fernsehtauglichen Flutlicht beschlossen (wenn es mit dem Aufstieg klappt), damit ist eine der essentiellen Grundvoraussetzungen für einen Verbleib in Maxglan auch in der zweiten Liga geschaffen.

Seither sind wir wohl alle etwas hibbelig. Das Forum geht phasenweise über mit Bildern von Tribünen aus aller Herren Länder, mit Beiträgen was man wie bauen könnte, Aufrufen den Heimatfond zu unterstützen, selbst gestallteten Bildmontagen bei denen Tribünen aus anderen Stadien bei uns eingebetet werden. Kurz und gut, ein nicht unwesentlicher Teil der Fans ist wie ein 8jähriger der seinen ersten Lego-Technik-Bausatz hat. Und dann spürt man es wieder, intensiv wie damals in Nonntal in der Winterpause 2006/07, damals als die Tribüne abgebrannt ist und die Fans eine Ersatztribüne in unzähligen Arbeitsstunden errichtet haben. Dieses Gefühl, dass jeder Austrianer nur zu gut kennt, die Gewissheit einen Vogel zu haben und zwar einen richtig positiven und die Sicherheit das egal wie absurd eine Idee ist egal wie viel Arbeit in einem Projekt steht am Ende des Tages gibt es einen Haufen Verrückter die genauso denken… Würde morgen der Aufruf kommen man braucht wieder Helfer weil man endlich in Maxglan was bauen darf, die ersten wären wohl in zwanzig Minuten am Platz.

Fakten schaffen

Nachdem diese Woche wieder einmal die Wogen rund um unsere Heim- und Spielstätte hoch gegangen sind, möchte ich die Gelegenheit einmal nutzen um ein paar Gedanken dazu zusammenfassen.

Ich halte es aus zwei Gründen für unabdingbar auch in der zweiten Liga im Stadtgebiet Salzburg zu spielen. Der erste Punkt ist natürlich die Emotion, ich will als deklarierter Stadtverein in Salzburg spielen. Ich bin aber nicht nur Fußballfan sondern auch Bürger dieser Stadt und ich finde es unerträglich wie unsere Stadtpolitk mit dem Thema Sportstätten umgeht. Das beginnt bei einer Veranstaltungsbehörde, die sich einfach nicht an geltende Gesetze halten will, und hört bei einem völlig Unwillen auf ,sich einmal gegen 50 Anrainer durchzusetzen.

Was genau braucht eigentlich die Austria? Nun für die zweite Liga sind 1000 überdachte Sitzplätze und ein TV-taugliches Flutlicht vorgeschrieben. Schauen wir uns einmal die Situation in Maxglan in Ruhe an. Derzeit haben wir eine Genehmigung für 1566 Besuchern bei unseren Heimspielen, davon entfallen rund 300 Plätze auf die Kategorie überdachte Sitzplätze. In diesem Bereich haben wir einen Bedarf von rund 700 Plätzen wobei es im ersten Jahr sogar die Möglichkeit einer Ausnahme in diesem Bereich gibt. Tatsächlichen Bedarf haben wir an einem TV-tauglichen Flutlicht, dieses kostet rund 300.000 €.

Mit der Erfüllung der Vorschriften wäre es aber noch nicht getan, schließlich wissen wir alle, dass wir auf Grund unserer Fanstruktur und dem Zuseherinteresse deutlich mehr Plätze brauchen. Dazu aber später.

Sollten wir um die Lizenz ansuchen wäre es mit meinem heutigen Wissenstand durchaus möglich dies in Maxglan zu realisieren. Kostenpunkt rund 400.000 €, (einige Adaptierungsmaßnahmen wie Kameraplätze, Presseinfrastruktur etc werden wohl auch notwendig).

Das Problem ist nicht das erste Jahr sondern die folge Jahre, schließlich brauchen wir in weiterer Folge die 1000 überdachten Sitzplätze, eine ordentliche Hintertortribüne für unsere Fans, einen vernünftigen Gästesektor. Leider haben wir in diesem Punkt noch keinerlei Planungssicherheit, da wir bereits jetzt auf einige Provisorien zurückgreifen müssen. Namentlich handelt es sich um die Parkplatzsituation und das Mietverhältnis in Maxglan.

Die Parkplatzsituation gehört meiner Meinung nach von Vereinsseite viel offensiver angegangen. Durch die neue Buslinie in Kombination mit der Aktion „Matchkarte = Busticket“, ist es dringend an der Zeit vom Magistrat eine Reduktion der vorgeschrieben Parkplätze je Besucher zu erreichen, dies gehört im Bescheid festgehalten. Die Winterpause scheint eine gute Gelegenheit zu sein. Dadurch würde das unbestimmte Parkplatzproblem einen konkrete Zahl bekommen und man könnte sich überlegen ob es nicht bei anderen Partnern in der Nachbarschaft (Pressezentrum, Landesfeuerwehrschule) weitere Möglichkeiten gäbe um die Anforderungen zu erfüllen.

Das zweite wesentliche Problem ist das Mietverhältnis in Maxglan. Durch die Genehmigung des Kunstrasen und der neuen Askö-Führung sehe ich hier nun deutliche Verbesserungen im Umgang miteinander und erwarte mir in den nächsten Jahren durchaus die Möglichkeit langfristige Vereinbarungen treffen zu können.

In den letzten Jahren haben wir viel versucht und auch erreicht. Vieles haben wir aber auch deshalb erreicht weil wir Fakten geschaffen haben. Gerade als wir nach Maxglan gekommen sind haben wir viel von der derzeitigen Genehmigung einfach vorweg genommen und dies im Nachhinein genehmigt bekommen. Die Stadt wird einen Teufel tun und uns auf einer grünen Wiese einen Neubau hinstellen, warum auch? Deshalb sehe ich die einzige Möglichkeit einer Spielstätte die den Anforderungen der zweiten Liga entspricht in Maxglan. Natürlich wird dies kein super, toller Neubau, einige Punkte werden uns wohl ewig stören, aber es wäre zumindest ein Stadion welches einen eigenen Charakter hat und zu einem nicht unwesentlichen Teil durch viel Arbeit und Schweiß selbst angepasst wurde. Ich halte mittelfristig eine Zuseherkapazität von rund 2.000 – 2.500 Plätzen für durchaus machbar, sollten diese dauerhaft zu klein sein, halte ich sogar noch ein paar mehr für machbar. Derzeit könnten wir, ohne Berücksichtigung der neuen Buslinie, bereits 2.100 Zuseher mit den bestehenden Parkplätzen beherbergen.

Doch nicht nur der Verein ist in diesem Zusammenhang gefordert, auch wir Fans sollten unseren Beitrag leisten. Eine gut gefüllte Kriegskasse (in unserem Fall „Eine Heimat für die Austria“) wäre auf jeden Fall ein gutes Argument um die ein oder andere Investition zu machen. Also liebe Austrianer, denkt bei passender Gelegenheit an den Heimatfonds. Dass Flutlicht ist in jedem Fall für die zweite Liga Pflicht, mit 300.000 sind wir dabei.

Wir werden siegen,

irgendwann einmal… Venceremos, doch es wird ein langer Kampf. Wie so oft haben die Toten Hosen die Situation perfekt beschreiben. Wir werden siegen, irgendwann einmal. Unmittelbar nach Spielende hatte ich diesen Satz im Kopf.

Die Austria verlor gestern gegen den oberösterreichischen Arm der Marketingkrake völlig unnötig, aber nicht unverdient 1:2. Die Geschichte dieses Spiels ist schnell erzählt, leider. Wir spielen 55-60 Minuten wie das Kaninchen vor der Schlange, schaffen es mit wenigen Ausnahmen überhaupt nicht die Paschinger in Zweikämpfe zu zwingen und diese dann zu gewinnen, dazu kam zwei völlig sinnbefreite Tore. Zuerst patzt unser Kapitän Flo Hirsch und dann beweist Ebner, dass auch andere Torhüter als Martin Eisl Fehler machen können, gegen eine Mannschaft die stärker ist darf man sich solche Fehler nicht erlauben.

In der zweiten Hälfte ist dann wieder einmal Fußball passiert, ja Fußball passiert, anders kann ich es nicht sagen. Tom Hofer wechselt Marco Vujic ein. Die Mannschaft bemüht sich weiterhin, aber irgendwas fehlt, und dann machen wir das Tor. Zack-Bumm-Schalter-umgelegt. Plötzlich hat sich alles geändert. Die Mannschaft schafft es die Paschinger zu bearbeiten, zu attakieren, Bälle zu gewinnen und nach vorne zu spielen, all dies hat man leider in den 60-65 Minuten davor viel zu wenig gesehen. Deshalb ist die Niederlage auch durchaus verdient.

Trotzdem brauchen wir nicht den Kopf in den Sand stecken. Die Mannschaft hat eindrucksvoll mehrere Dinge bewiesen. Es stimmt die Moral und die Mannschaft ist jederzeit in der Lage nach zulegen, gegen ein Profitruppe die uns auch körperlich überlegen war gelang es uns das Spiel bis zum Schluss offen zu halten. Spielerisch hat diese Mannschaft wohl unglaubliches Potential. Aber, und ich weiß schon, dass ein „aber“ nervt, doch wenn wir ein Problem im Kader haben dann ist es wohl die Innenverteidigung. So sehr ich Hirsch und Reifeltshammer schätze, beide spielen auf anderen Positionen besser.

Aber Schluss jetzt mit den negativen Aspekten, nach gestern ist eines völlig klar. Mit dieser Truppe wird es eine verdammt geile Saison in der wir viel erreichen können!

Leider unbedeutend

Heute findet also die Auslosung zum ÖFB-Cup statt. Der ÖFB-Cup wird meiner persönlichen Ansicht nach, leider völlig unterbewertet, ist er doch neben der wohl einfachsten Art sich für die Europa League zu qualifizieren auch immer wieder ein Garant für Duelle „David gegen Goliath“. Der ÖFB müht sich seit Jahren diesen Bewerb aufzuwerten, mit wechselndem Erfolg. Wenn man sich das durchaus gelungene Finale 2011 (SV Ried – Austria Lustenau) ansieht darf man dieses durchaus als Pluspunkt festschreiben.

Ich für meinen Teil bin wie auch schon die letzten Jahre sehr angespannt, meine geliebte Austria nimmt nun mehr zum dritten Mal seit 2005 teil. Mein Wunsch ist recht bescheiden, ich will zu Hause spielen gegen einen Gegner den man schlagen kann oder einen absoluten Kracher, oder beides;).

Ärgerlich ist eigentlich wie alle Jahre, dass die Medien im Vorfeld kaum über diesen Bewerb berichten. Stand 1. Juli 16:39 findet sich weder auf sport.orf.at noch auf laola1.at irgendein Verweis auf die heutige Auslosung. Es wäre wohl nichts dabei den Rahmenspielplan, die Uhrzeit und die Ankündigung, dass der ÖFB die Auslosung live twittert mit wenigen Sätzen online zu stellen.

Vielleicht dann im nächsten Jahr…
Anm: sowohl die Online-Redaktion von laola1.at als auch orf.at erhalten diesen Blogpost

Austria schauen

Die Austria hat nun im Forum bekannt gegeben, dass es eine Arbeitsgruppe zur Erhöhung der Zuschauerzahlen gibt. Die Vorschläge können ganz einfach an Bernhard Knoll (knoll@austria-salzburg.at) geschickt werden.

Bevor ich nun meine sieben Sachen dazu nenne, ist es mir ein Anliegen ein Lob für diese Aktion auszusprechen. Natürlich soll man immer ein offenes Ohr für Anliegen und Ideen haben, aber wenn man Dinge explizit anspricht denken die Leute eher darüber nach.

Mein Vorschläge, ohne diese zu reihen, sind:

  • Keine kurzfristigen Verschiebungen mehr wie im letzten Frühjahr (gerade das letzte Heimspiel am Freitag war völlig sinnlos, da am Mittwoch davor das Cup-Finale gespielt wurde); Der Spielplan gehört zu Beginn einer jeden Halbsaison auf solche Spezialfälle überprüft.
  • Einführung der Aktion Matchkarte = Busticket; Die Gründe für diese Aktion erklären sich meiner Meinung nach von selbst. Die Kosten belaufen sich wie an anderer Stelle schon beschrieben auf 300-500 € pro Spiel, durch Sponsoring und/oder mehr Zuseher dadurch sollte diese Aktion leicht möglich sein. Eine nicht repräsentative Umfrage im Forum unterstützt diese Idee zu ca 2/3.
  • Befestigung/Überdachung Sektor B im Hintertorbereich. Auch wenn derzeit überhaupt nicht klar ist, wie lange man noch in Maxglan spielen wird. Aber jedes Spiel dort ist eine wettertechnische Lotterie. Um einen kleinen überdachten Bereich zu schaffen, auf dem man zb auf Waschbetonplatten steht, sollten 10.000 € bis 15.000 € ausreichen. Abgesehen davon könnten die Fans wieder selbst „Hand anlegen“. Ob sich so etwas mit einem Genehmigungsverfahren vereinbaren lässt, kann ich natürlich nicht beurteilen.
  • Werbeaktionen zu speziellen Anlässen: Vatertag(halt im Herbst oder zu einem anderen Zeitpunkt), Schulaktionen,…. Da sind glaube ich der Kreativität kaum Grenzen gesetzt und mit zwei Spieltagen pro Halbsaison würde man die Leute auch nicht überfordern. Mit entsprechender Vorlaufzeit klappt dies auch wunderbar.
  • Ausbau der Bindung des eigenen sportlichen Nachwuchs. Auch Nachwuchskicker und deren Eltern sind eine nicht unbedeutende Zielgruppe. Gerade die Eltern sollen die Bedeutung des Sportverein Austria Salzburg für uns Fans verstehen lernen, dies kann eigentlich nur geschehen, wenn man zu den Spielen kommt. Ein Kontingent mit besonders günstigen Karten für die Eltern bei jedem Heimspiel(vielleicht sogar ein eigener Bereich auf der Tribüne) oder aber auch gezielte Einladungen für den gesamten Nachwuchs bzw. einzelner Mannschaften zu bestimmten Heimspielen schadet sicher nicht. Selbst wenn ich gegen Vereine wie Neumarkt oder St. Johann 300 Eltern und Kinder gratis Eintritt gewähre, entgeht dem Verein kein Cent dadurch.
  • Gewinnspiele mit den Betriebsräten der großen Betriebe in Salzburg. Auch hier entstehen praktisch keine Kosten. 25-50 Eintrittskarten an einem Spieltag tun nicht wirklich weh. Das ganze noch mit einem netten Foto im nächsten Violetter verpackt und an die Betriebe geschickt, schon hat man eine nette Aktion. Bei entsprechender Betreuung kauft vielleicht im nächsten Jahr der ein oder andere Betriebsrat Dauerkarten für seine Belegschaft.
  • Was für die Betriebsräte gilt, soll natürlich auch für die Partner und Sponsoren gelten. Diese haben wohl alle Dauerkarten mit ihrer Partnerschaft dazu bekommen, aber auch da wird es vielleicht den ein oder anderen Betrieb geben, der sich freut wenn er und seine gesamte(oder Teile davon) Belegschaft eingeladen werden.

Wichtig dabei ist es ein gesundes Maß zwischen „Vergünstigung“ und Wertigkeit zu schaffen. Zu oft erreicht man nämlich den Punkt, „was nix kost, is nix wert“. Auch gilt es dem zahlenden Publikum nicht das Gefühl zu geben, dass dieses ausgenommen wird und andere das Erlebnis Austria geschenkt bekommen. Hilfreich ist dabei sicher wenn man dies am Spieltag in irgendeiner Form auch kommuniziert. Aber unter dem Strich glaube ich, dass jeder Fußballfan mit einem ersten Besuch anfängt, ob ihm das was er erlebt dann auch gefällt, kann man vorher nicht sagen. Wer aber nie zur Austria kommt, dem wird es auch nie gefallen können.

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