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Schlagwort-Archiv: Bundesliga

Infrastrukturfonds für die Bundesliga

Rund um den Abschied von Georg Pangl gab es viele Diskussionen um mögliche Hintergründe, aber auch um die Verdienste und Versäumnisse der Ära Pangl. Einer der Hauptkritikpunkte ist die leidige und schier endlose Debatte um die Infrastruktur in den Stadien. Am Thema Rasenheizung und anderen infrastrukturellen Maßnahmen scheiden sich bekanntlich die Geister. Die großen, reichen Vereine auf der einen Seite, die ewig Klammen und die Dorfklubs auf der anderen Seite.

Stets geht es ums Geld: die einen können sich den Betrieb nicht leisten, die anderen haben kein Geld für die Installation… Die Gründe und Entschuldigungen sind vielfältig. Eines ist aber wohl allen klar: Will man in Österreich in den Monaten November bis April Fußballspiele sehen, wird man Geld und Ressourcen in die Qualität der Spielfelder investieren müssen. Wenn der Bundesliga, dem ÖFB und den Vereinen diese Investition in einen zweifellos besseren Fußball wichtig ist, dann muss auch endlich etwas dafür getan werden.

Zwei Optionen halte ich für sinnvoll. Erstens: die Bundesliga schreibt einen Mindestbetrag für die Rasenpflege in die Lizenzkriterien für die 1. Liga und überprüft laufend Qualität und Pflege der Spielfelder. Neben der tatsächlichen Wirkung, welche eine solche Maßnahme hätte, wäre es in jedem Fall auch eine symbolische Wirkung, die gesetzt würde.

Der zweite Punkt betrifft die Infrastruktur in den Stadien im Allgemeinen. Hier sollte man dringend einen Topf schaffen, der aus den Fernsehgeldern gespeist wird. Von den gesamten Fernsehgeldern sollten 1,5 Millionen Euro (da ich die genauen Verträge nicht kenne, schätze ich den Bedarf einfach mal) zurückbehalten werden und den jeweiligen Aufsteigern in die 1. Liga aber auch in die 2. Liga zur Verfügung gestellt werden, sofern diese Bedarf an einer besseren Infrastruktur haben. Für den Aufsteiger in die Bundesliga würde ich 1 Million vorschlagen und diese an die Installation einer Rasenheizung binden, das übrige Geld kann jeder dieser Vereine nach eigenem Ermessen verbauen. Die restlichen 500.000 € würde ich den Aufsteigern aus der Regionalliga zur Verfügung stellen.

Sollten Vereine betroffen sein, die keinen unmittelbaren Bedarf haben – ich denke hier an die Stadien in Linz oder Pasching – könnte man das Geld gemäß eines Kriterienkataloges an andere Vereine weitergeben. Es täte allen Beteiligten gut, wenn die Vereine mehr zu bieten hätten als die Mindestanforderungen.

Diese 1,5 Millionen fehlen in Summe den 20 Vereinen überhaupt nicht. Für die betroffenen Vereine sind solche Summen aber genau jene Meilensteine, die oftmals wirklich weiterhelfen würden. In wenigen Jahren hätte man die Infrastruktur der Stadien an vielen Standorten deutlich verbessert.

Bessere Infrastruktur, sowohl auf als auch abseits des Spielfeldes, führt mittelfristig immer zu mehr Zusehern, mehr Zuseher bedeuten mehr Einnahmen und mittelfristig wieder einen höheren Stellenwert und öffentliches Interesse. Das derzeitige Herumgewurschtelt führt jedoch zum Gegenteil – die Zuseherstatistik belegt dies eindeutig.

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Groundhog Day

Im deutschsprachigen Raum kennen diesen Film wohl die wenigsten mit seinem Originaltitel, der deutschsprachige Titel des Films ist hingegen so bekannt, dass man ihn getrost als geflügeltes Wort bezeichnen kann. „Und täglich grüßt das Murmeltier“, die Komödie aus den 90er-Jahren erzählt die Geschichte eines Reporters der immer und immer wieder den Murmeltiertag erleben muss.

 

Immer und immer wieder muss man im Österreichischen Fußball Skandale und Probleme rund um die Lizenz erleben. Das jüngste Beispiel ist das Admira-Chamäleon. Die Geschichte ging eigentlich mit den Vorwürfen um die Doppelverträge los. Wenn man sich die Reaktion von Trenkwalder darauf ansieht und ein bisschen zwischen den Zeilen liest weiß man wie viel da wohl dran ist. Wie die Bundesliga darauf reagiert ist aber genauso verwerflich. Man wird wohl folgende Lösung parat haben: Punkteabzug für die Saison 2011/12 weil die Entscheidung so spät fällt, dass dies nicht mehr rückwirkend möglich ist und Altach sowieso nicht für die Bundesliga planen könnte.

 

Nun stellt sich heraus, dass die Meisterprämie noch nicht gezahlt wurde. Aja, schön zu hören, dass ein Verein bereits vor der neuen Saison massive Probleme hat. Der Grund dafür ist für mich relativ einfach. In einer Mischung aus Firmeninhaber und Vereinspräsident kann ich Richard Trenkwalder nicht unterscheiden zwischen Verein und Firma, zwischen mein und dein. Verein und Firma werden irgendwie zu einem großen Pot, die Zahlung kommen mal hier mal da, Hauptsache die Kohle landet beim Spieler. Das ging in Österreich meistens gut. Nun hat aber die Bundesliga die Admira genau deshalb am Kiecker. Das heißt die alten Zahlungswege sind vorläufig zu. Was wiederrum dazu führt, das die Spieler das Geld nicht haben.

 

Dem Österreichischem Fußballfan kommt das Alles bekannt vor, Pasching, wahrscheinlich auch Sturm Graz unter Kartnig,… die Liste ist wahrscheinlich unendlich lang und Usus in Österreich. Allerdings wird vergessen, dass diese „Unregelmäßigkeiten“ einen größeren Schaden anrichten als jeder Platzsturm. Nicht das ich solche Entgleisungen verteidigen will, aber wenn das nächste Mal vom Untergang des Abendlandes berichtet wird, sollten sich die Medien eines vor Augen führen wer bei diesen Banditen zu schaut braucht sich nicht wundern, dass der Fußball in Österreich dort ist wo er ist. In einem Land in dem ein Finanzminister eine Webseite für 600.000€ von einer Interessensvereinigung bekommt die eine Firma macht an der er beteiligt ist, in dem die PR-Agentur einer Regierungspartei allen Firmen die Aufträge vom Land erhalten eine Beratungsrechnung stellt, ja in so einem Land stellt sich natürlich die Frage warum dies im Fußball nicht so sein soll.

Meine 18 Stationen in die Rotenberggasse

Vor einigen Tagen habe ich „meine 18“ zusammen geschrieben. Heute ist es für mich Zeit eine Ist-Analyse zu machen, zumindest deren ersten Teil – die aktuelle Situation meiner 18, genauer gesagt jener Verein die derzeit nicht zu den 18 gehören. Die sollen nämlich in die Rotenberggasse, der off. Heimat der Bundesliga. Wobei ich hier noch kurz auf den Modus der Bundesliga eingehen möchte.

Derzeit besteht der Profifußball in Österreich aus zwei Zehnerligen, sprich 20 Profivereine. Ich bin dafür die Bundesliga zu ändern. 18 oder 16 Vereine in einer Profiliga, 3 direkte Absteiger und Aufsteiger in bzw aus den 3 Regionalligen. Die Regionalligen müssten sich einer teilweisen Professionalisierung unterziehen (Stadien, Nachwuchs, Finanzen…) Aber das ist eine andere Geschichte

Im zweiten Teil werde ich meine 18 bis Fuschl machen, eine Liste wen von den derzeitigen Vereinen in Liga Eins und Zwei ich nicht mehr sehen will.

SV Austria Salzburg
Derzeit in der Regionalliga West, sportlich ist der Meistertitel zwar nicht heuer aber mit drei, vier Verstärkungen meiner Meinung nach jederzeit möglich. Das größte Problem ist wohl die Heimstätte.

Blau-Weiß Linz
Spielt derzeit in der Regionalliga Mitte, sportlich ist man nicht besonders weit weg vom Aufstieg. Sollte auch in den nächsten Jahren machbar sein.

Vienna
Derzeit (noch) 2. Liga, würde aber aus den 18 rausfallen weil es sportlich im Moment nicht reicht.

WSC
Regionalliga Ost, derzeit ein schöner Mittelfeldplatz. So wie es im Moment aussieht ist die Geschichte mit K oder C auch irgendwann gegessen.

Vorwärts Steyr
Von meinen fehlenden Kandidaten ist Steyr noch am weitesten entfernt vom Profifußball, allerdings nur sportlich denn Vorwärts verfügt schon jetzt über eine ausgezeichnete Infrastruktur, bei dem derzeitigen Fanzuspruch ist der Aufstieg nur mehr eine Frage der Zeit.
Austria Klagenfurt
Ja Hallo erst mal, was soll ich sagen. Am ehesten erfüllt St. Andrä das Kriterium „Kärnter Profiverein“ aber wie schon geschrieben ist Kärnten für mich ein Wunschkandidat mal schauen ob es was wird.

GAK
Die Roten lernen es wohl nie, der GAK ist und bleibt ein Problemkind des österreichischen Fußballs. Der nächste Konkurs schwebt ständig über den Rotjacken. Ich mochte den Verein noch nie besonders ohne das Grazer-Derby hätten die es auch nie auf die Liste geschafft, wird wohl auch so bleiben.

Kremser SC
2. Landesliga West, a barda Weg, wie die Wiener sagen würden. Aber den Verein gibt es noch, die Hoffnung stirbt nicht so schnell.

Admira
Die gibt es leider so nicht mehr, harren wir der Dinge die da kommen.

Internationale Härte

In Österreich wird immer viel und oft über die „internationale Härte“ diskutiert. Ein, wie soll man es nur nennen, Mythos. Bayern – Dortmund brachte dem Zuseher ganze 21 Fouls im Spiel, beim österreichischen Schlager SK Sturm – SV Ried waren es 32, bei Wr. Neustadt – Wals-Siezenheim ganze 49. Natürlich kann man jetzt viele statistische Argumente liefern. Die Schiedsrichter pfeifen anders, das Spiel war enger,… Eine unendliche Liste.

Ich persönlich glaube einfach, dass im guten internationalen Fußball folgender Umstand berücksichtigt wird: Ein Foul bedeutet immer Ballverlust. Fußballspieler und Trainer haben international meiner Meinung nach einen intellektuellen Schritt gemacht. Der Fußball heute ist viel komplexer als noch vor 20 Jahren, junge Spieler sind taktisch viel besser ausgebildet. Jeder Trainer versucht heute Ballverluste zu minimieren, dazu gehört eben das Foulspiel. Wenn das nächste Mal in Österreich einer sinnlos jemanden umschneidet werde ich wieder daran denken.

Ausgeglichen stark oder ausgeglichen schwach?

Ich möchte dieses Mal der Frage nachgehen ist unsere Liga ausgeglichen stark oder ausgeglichen schwach? Hier mal die Statistik: BVB 09: 2,39; FC Barcelona: 2,71; AC Milan 2,12; SV Ried: 1,90. So viele Punkte/Spiel haben die derzeitigen Tabellenführer aus Deutschland, Spanien, Italien und Österreich.
Ich hatte am Wochenende das Glück fast alle Spiele in Deutschland und Österreich im Fernsehen verfolgen zu können. In Deutschland sieht man den Unterschied zwischen Klassemannschaften relativ deutlich, abgesehen von der ersten Halbzeit bei FC Salzburg gegen Rapid ist wenig von irgendwelchen Leistungsunterschieden fest zu machen. Der österreichische Liga-Fußball präsentiert sich als eher bescheidene Darbietung von Fußballarbeitern. Die organisierten, schönen Angriffe kann man in fast jedem Spiel an einer Hand abzählen. Meiner Meinung nach kann man so was schon auch trainieren.
Um die ursprüngliche Frage zu beantworten, ich halte unseren Fußball daher für eher ausgeglichen schwach. Für mich ist daran wieder einmal unsere Liga Mitschuld, ich halte es immer noch für Humbug 4mal gegeneinander zu spielen. Wer in den großen Ligen den Titel darf sich bis zum Ende nur wenige Punkteverluste leisten. Meistens kann man Niederlagen und Unentschieden der ersten drei, vier Mannschaften an einer Hand abzählen. In Österreich ist dies durch den Ligamodus anders, nahezu jede Woche findet ein „Spitzenspiel“ zwischen Mannschaften der ersten 4-5 Plätze statt. Ständig kann man darauf hoffen, dass sich die Vereine an der Spitze Punkte gegenseitig Punkte wegnehmen. In größeren Ligen ist es anders, Real Madrid läuft im Prinzip seit dem legendären Sieg von Barca im Herbst den Punkten nach.
Für mich bleibt einmal mehr zu sagen, lieber eine Liga mit 16 oder 18 Vereinen und klarer Verteilung „Spitzenmannschaften“, „Mittelständler“ und „Abstiegskandidaten“ als unser Liga-Gemurkse.

Bastelstunde

Als Kind war ich mittelmäßig begabt wenn es ums Basteln ging. Irgendwie kann das ein jeder, zumindest im Kindergarten. So denken wohl auch die Herren der österreichischen Bundesliga und des ÖFB. Basteln wir wieder einmal rum bei der Liga. Kann ja nicht schaden. DOCH – meine Herren es kann schaden.

Der Artikel auf rlw.at sagt viel über die Ideen. Ich persönlich halte sie für Schwachsinn. Viel schlimmer finde ich eigentlich die Herangehensweise an dieses Problem. Neudeutsch nennt man eine mögliche Lösungsstrategie „best practice“. Ich glaube nicht, dass diese Option beim ÖFB/Bundesliga angewandt wird. Denn mir persönlich ist keine Vorbildnation im Fußball bekannt die solche Ideen hat.

Fangen wir bei meinem Lieblingsthema an, dem Aufstieg. Der ÖFB verwehrt derzeit zumindest einem Meister den Aufstieg. Ein großartiger Umstand schließlich darf die beste Mannschaft einer Liga nicht in die Nächste. Mir ist nicht bekannt, dass dies wo anders auch so ist. Dieser Umstand ist fatal. Ist aber erklärbar, bei 10 Vereinen drei Absteiger ist wohl etwas viel.

Nun darf ich mich dem nächsten Thema widmen, die Amateurteams. Lieber Verantwortliche, auch in den Vereinen, es ist nicht wichtig in welcher Liga Nachwuchskicker spielen. Viel wichtiger ist, dass sie Trainer haben die Ihnen eine Chance geben. Österreich ist in diesem Punkte ein dankbares Beispiel, so lange die Amateure von Austrian Wien und den anderen in der 2. Liga waren hatten sie eine bescheidene Ausbeute in die Kampfmannschaft. Rapid, Sturm Graz oder auch Ried schaffen es Nachwuchskicker quasi jedes Jahr in die erste Mannschaft einzubauen ohne Amateure in der 2. Liga. Abgesehen davon ist es für die anderen Vereine ein Farce vor 200 Zusehern zu spielen weil es eh „nur“ die Amateure sind.

Aber die in meinen Augen größte Baustelle ist die Zielsetzung. Die Zielsetzung sollte eigentlich lauten: Das bestmögliche Ligasystem zu finden um den Fans, Sponsoren und Spielern eine spannende und attraktive Meisterschaft zu bieten. Im Moment sieht es eher nach… ich weiß es nicht nach was es aussieht. Leute ihr präsentiert nichts was greifbar ist. Die Reform steigert weder die Attraktivität der Ligen noch sonst irgendwas. Im Gegenteil es schafft Exklusivität. Die Bundesligavereine könnten über kurz oder lang durch den Aufstieg sämtlicher Amateurteams die 2. Liga und die Amateurnationalliga selbige für andere Vereine nahe zu vollständig blockieren.

Wie man die erste Liga gestallten soll weiß ich derzeit nicht. Allerdings habe ich vom Übergang der Regionalligen in den Profifußball einen Vorschlag. 16er oder 18erLiga. 3 Absteiger – 3 Aufsteiger aus den Regionalligen. Ob es nun sinnvoll wäre dies in der zweiten Liga zu machen oder gleich die zweite Liga aufzulösen und die Regionalligen mit einer vereinfachten Form der Lizenz auszustatten weiß ich noch nicht genau. Ich glaube aber eine Bundesliga mit 18 Mannschaften und darunter Regionalligen die quasi eine „Lizenz light“ erfüllen, wäre attraktiver als der Status Quo. Jeder Meister kann aufsteigen und es gäbe in der Bundesliga nur mehr Hin- und Rückrunde. Und ich denke für einen Wiener ist es attraktiver einmal im Jahr bei der  Vienna und in Kapfenberg zu spielen als zweimal in Kapfenberg. Wird wohl für alle anderen auch so sein.

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