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Schlagwort-Archiv: DFB

Kein Dank an Martin Kind, Dietmar Hopp und Co

Martin Kind dürfte den wenigsten österreichischen Fußballfans etwas sagen, Dietmar Hopp wohl eher. In Deutschland ist dieser Mann, seines Zeichen Vorstandsvorsitzender von Hannover 96, für viele Fans eine persona non grata. Martin Kind betreibt nämlich in einer Vorreiterrolle die Aufhebung der „50+1“-Regel.

 

Wer sich bisher mit dieser Regel wenig beschäftigt hat, dem empfehle ich an dieser Stelle den Wikipedia-Eintrag dazu, da er auch einige Vereine der Bundesliga und ihre Mehrheitsverhältnis erläutert.

 

Da wir in Salzburg ja gebrannte Kinder sind, ist es logisch, dass ich mit der Aufhebung dieser Regel nicht viel anfangen kann. Abgesehen davon macht die Aufhebung dieser Regelung für mich auch logisch keinen Sinn. Die Vereine der deutschen Bundesliga gehören wohl zu den gesündesten der Welt. Abgesehen von den Einnahmen aus den TV-Geldern ist die Liga international auch finanziell konkurrenzfähig. Die Zuseherzahlen in den Stadien sind meines Wissens in Europa unerreicht.

 

Die Entscheidung ist nun vertagt worden, im Hintergrund wird an neuen Kompromissen gearbeitet. Da dies ein laufender Prozess ist möchte ich nicht ständig Hochwasserstandsmeldungen abgeben.

 

Spannender finde ich persönlich den Umgang der Deutschen mit diesem Thema. Nahe zu alle Vereine haben Meinungen dazu, Liga-Präsident Reinhard Rauball äußert sich sehr ausführlich zu diesem Thema. Die Diskussion wird in den größten Tageszeitungen geführt. So gehört sich das.

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Taktik generell überbewertet

Diese Aussage ist so ehrlich wie entlarvend gewesen, sie stammt von unserem Teamchef. Eigentlich ist jeder weitere Abhandlung darüber sinnlos, allerdings hat Jogi Löw in seinem Kurier-Interview diese Aussage mit so viel Überzeugung widerlegt, dass ich einfach darüber schreiben muss:

Für mich den meisten Eindruck machen die Passagen, in denen Löw erklärt, wie systematisch die Umstellung der Spielweise erfolgt ist. Trainer die in Österreich ein klares Konzept von ihrem Spiel haben sind nämlich selten.

Constantini ist ja der festen Überzeugung, dass „man nicht mit dem System, sondern mit den Spielern gewinnt.“ Löws sehr treffende Aussage dazu: „Schauen Sie Messi an: Wenn er für Argentinien spielt, ist er oft nur die Hälfte wert. Bei Barcelona weiß er, was alle anderen um ihn herum machen. Ich bleibe dabei: Die Spieler brauchen klare Vorgaben und Strukturen.“

Messi gilt wohl als derzeit bester Fußballer, dass es im Team insbesondere unter Maradonna nicht läuft hat wohl jeder gesehen. Ein Trainer der trotzdem behauptet es kommt auf die Spieler an ist einfach fehl am Platz.

„Und zu Österreich: Das Team ist vermutlich das stärkste seit Jahren.“, danke Jogi Löw dafür. Gleichzeitig macht diese Aussage einfach unglaublich traurig, schließlich darf man in Österreich berechtigte Sorge haben ob das Team noch einmal ähnlich gut aufgestellt ist und somit die Chance zur Qualifikation für eine Finalrunde hat.

Die Auswahl beider Nationaltrainer halte ich im Übrigen auch für eine gute Abbildung der beiden Fußballverbände.

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