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Schlagwort-Archiv: Didi Emich

Langfristige Planung

Am 7. September 2012 beginnt die Qualifikation für die WM 2014. Ich wage vor dem heutigen Spiel zu behaupten genau ein Jahr nach dem klar ist, dass wir nicht zur Euro 2012 fahren. Damit hat der ÖFB ein Jahr Zeit sich auf dieses Qualifikation vorzubereiten. Ein Jahr ist im Fußball eine lange Zeit, wird diese Zeit optimal genutzt kann man viel erreichen.

 

Gestern wurde bei uns im Forum die Frage gestellt was eigentlich der ÖFB falsch macht? Ich hab dies sinngemäß damit beantwortet, dass ich mir sicher bin, dass wir gegen die Türkei unsere letzte theoretische Chance verspielen und am Tag nach dem Türkeispiel die Vorbereitung für die Qualifikation zu WM 2014 beginnt. Wer auch immer diese Qualifikation als Teamchef machen wird, muss ab diesem Zeitpunkt im Amt (bzw in Vorbereitung) sein. Leider versteht man dies beim ÖFB nicht.

 

In diesem Mangel an Weitsichtigkeit liegt eigentlich auch der Hund begraben. Was würde zb der DFB in so einem Fall tun? Wahrscheinlich genau das, was nötig ist. Ursachen analysieren und Schwächen soweit diesem in der Verantwortung des DFB liegen minimieren. Beim aktuellen ÖFB-Team liegt meiner Meinung nach die größte Schwäche in einem fehlenden Grundkonzept. Welche Art von Fußball soll zum Erfolg führen? Ich sehe keinen Ansatz, keinen Plan, keine Vision.

 

Ein kleiner Schwenk sei an dieser Stelle zur Austria gemacht. Didi Emich hat relativ schnell ein „System-Emich“ entwickelt und spielen lassen. In der Regel spielen wir mit einem 4-5-1 und versuchen den Gegner in der eigenen Hälfte einzuschnüren. Ob einem dieses System gefällt oder nicht sei dahin gestellt aber im Unterschied zum Nationalteam haben wir ein System, insbesondere gegen stärkere Gegner ist dies noch ausbaubar.

 

Für den ÖFB bringt auch die nächste Qualifikation ein bekanntes Muster. Die deutschen werden als Vize-Europameister die Qualifikationsgruppe dominieren. Irland, Schweden und Österreich sollten um den zweiten Platz kämpfen, die Färöer Inseln und Kasachstan sind Pflichtsiege. Der neue Teamchef hat meiner Meinung nach eine leichte Aufgabe. Er muss nur ein System finden, dass besser ist als jenes der Iren und der Schweden. Das sollte bei ordentlicher Vorbereitung machbar sein.

Deja-Vu

Vorrunde ÖFB-Cup: Hirsch geht vorzeitig duschen, Vujic und Reifeltshammer besorgen den 2:0 Endstand. Es gibt gewisse Parallelen zwischen den Spielen in der ÖFB-Cup-Vorrunde, im Vorjahr hieß der Gegner TSV Neumarkt heuer war es der USK Anif. Das Spiel selbst möchte ich gar nicht im Detail kommentieren ich bin viel zu sehr von etwas anderem beeindruckt.

 

Zwischen den beiden Spielen liegen ein tolles Jahr und eine enorme Entwicklung in der Mannschaft. Gestern war neben vielen Details die gestimmt haben eines offensichtlich, die Mannschaft ist unglaublich diszipliniert und gut organisiert. Dadurch konnten die Anifer über den Großteil des Spiels neutralisiert werden, echte Torchancen für die Anifer waren in Wirklichkeit Mangelware.

 

Wer sich die Aussagen der Verantwortlichen zum gestrigen Spiel anhört und die Leistung am Spielfeld darauf hin überprüft, merkt vor allem eines: Es wurde unglaublich gut in der Vorbereitung gearbeitet. Die Mannschaft präsentiert sich in einer sensationellen Verfassung, dazu stimmt sowohl die taktische Einstellung als auch die Einstellung gegenüber dem Spiel. Ich habe selten eine Mannschaft gesehen bei der sich die Spieler so sehr der Mannschaft unterordnen wie bei uns in der aktuellen Situation.

 

Dies ist meiner Einschätzung nach der Verdienst des Trainers. Natürlich kommen ein paar andere Faktoren auch dazu, aber ich glaube, dass sich die Arbeit eines Trainers am ehesten in diesem Punkt wiederspiegelt. Wenn man so gerne davon spricht das Fußball ein Mannschaftssport ist, dann sieht man bei uns deutlich, dass Didi Emich diese Mannschaft geformt hat.

 

Jürgen Klopp hat einem Interview einmal sinngemäß gesagt: Er ist unglaublich stolz auf seine Mannschaft, weil diese im Spiel jedes Mal wieder die Vorgaben optimal umsetzt. Didi Emich hat gestern Ähnliches nach dem Spiel gesagt. Es zeigt von dem nötigen Maß an Intelligenz dies bei seiner Arbeit zu berücksichtigen.

Vorschau ÖFB-Cup-Vorrunde

Heute ist es also soweit die Saison beginnt, endlich möchte man sagen. Es geht gleich los mit einem ordentlichen Kracher. ÖFB-Cup-Vorrunde gegen USK Anif. Vor rund drei Wochen habe ich schon geschrieben, warum ich mich über dieses Los freue.

 

Meine Einschätzung von damals hat sich bestätigt. Von allen Seiten ist die Vorfreude zu spüren. In meinem persönlichen Umfeld schlägt sich dies auch beim Kartenverkauf nieder. Durch die Nummerierung der Sitzplätze kann man nicht mehr ganz so einfach kommen oder eben nicht kommen wie man lustig ist. Beim derzeitigen Wetter schadet es nicht, dass der eine oder andere die Karte schon kaufen musste und somit heute gehen wird.

 

Sportlich bin ich wirklich gespannt auf die Leistung heute. Vorbereitungsspiele sind Vorbereitungsspiele. *5EuroindenPhrasentopfsprichStadionfonds* Aber heute geht es um die sog. Wurst. Ich persönlich schätze unsere Mannschaft etwas stärker ein. Zwei Punkte sind für mich ausschlaggebend.

 

Heimvorteil

Kaderzusammenstellung

 

Heimvorteil: Ich erinnere mich noch gut an Diskussion in der 2. Klasse über die Stimmung, irgendwie war damals auf Grund der Mannschaftsstärke die Unterstützung der Fans nicht der Art wichtig wie es in engen Spielen der Fall ist. Diese Regionen wurden zum Glück schnell verlassen. Heute sieht man in engen Spielen wie wichtig die Curva Viola für das Spiel sein kann. Wenn Emich von einem Duell auf Augenhöhe spricht, denke ich kann dies der entscheidende Faktor sein.

 

Kader: Die Austria hat sich wie es im Fußball so schön heißt, punktuell verstärkt. Bei Anif stehen 12 Neuzugänge, 15 Abgänge gegenüber. Das sollte ein weiterer Vorteil für die Austria sein. Tom Hofer respektiere ich als Trainer, deshalb bin ich froh, sie in dieser frühen Phase zu erwischen und nicht als eingeschworenen Haufen.

 

Alles in allem hoffe ich, dass die Mannschaft ihr Potential abruft. Ich halte da ein bisschen mit Emich, der sinngemäß immer sagt: Wenn wir unsere Leistung bringen, können die anderen machen was sie wollen.

 

In diesem Sinne: FORZA VIOLA

Die 4 Punkte des Didi E.

In der heutigen Krone war zu lesen: „Hätten wir die 4 Punkte gegen Wattens und Seekirchen geholt, wären wir jetzt 2.“ Da hat er Recht und mir taugt diese Einstellung. Trotz der fehlenden Perspektive in diesem Jahr will er etwas erreichen.

Das Spiel gegen Neumarkt ist da genau das Richtige, Kunstrasen der uns sicher entgegen kommt, ein 2:2 im Heimspiel durch einen Elfer für Neumarkt in der 94. min. Da bin ich mir sicher dass die Mannschaft ähnlich brennen wird wie unser Trainer.

Heute werden es maximal 3 Punkte aber die wünsche ich ihm, der Mannschaft und den Fans von ganzem Herzen! Denn so eine Einstellung unterstreicht, dass die Entscheidung mit diesem Trainer in die Zukunft zu gehen goldrichtig war.

Didi Emich bleibt – ich finde es gut

Wie beurteile ich diese Entscheidung? Ich finde sie gut. Gut weil, Emich ein ausreichend guter Trainer ist um die Ziele die man ausgibt zu erreichen. Er ist ein Trainer mit dem man nicht unzufrieden sein darf, die Mannschaft präsentiert sich meistens motiviert und in einer körperlich guten Verfassung. Die taktische Anpassung an die Regionalliga ist im Prinzip im Herbst erfolgt, die Austria gehört im Frühjahr zu den besten Mannschaften und wird am Ende unter den ersten 5 sein. Dies ist nicht mehr ohne die nötige taktische Voraussetzung möglich. Das sind Pluspunkte die man Emich gutschreiben muss.

„Ich hoffe er präsentiert sich nicht so, wie auf dem Spielfeld.“, das war mein erster Kommentar als wir in der Winterpause 2008/09 das erste Mal im Vorstand über Emich gesprochen haben. Ganz so schlimm ist es nicht, aber wenn man nach Minuspunkten sucht wird man bei seinem persönlichen Auftritt fündig. Ich halte den Kerl für wirklich intelligent, aber manchmal hat er Aussetzer die nicht nötig sind. Wobei man auch hier sagen muss, der Lernprozess ist erkennbar und der Auftritt wird besser. Selbst heute, wie vor 2 ½ Jahren schon, muss ich sagen wenn die größte Sorge bei einem Trainer ist ob er einen Schiedsrichter oder Gegenspieler/trainer beschimpft dann ist es nicht so wild.

Was den Umgang mit jungen Spielern betrifft, bin ich mir nicht hundertprozentig sicher ob ich da die richtige Einschätzung habe. Allerdings ist es für mich doch irgendwie auffallend, dass es noch keiner von den Jungs aus Salzburg in die Kampfmannschaft geschafft hat. Nico Mayr zählt nicht, da er als „Erwachsenenspieler“ geholt wurde. Beim Rest kann ich nicht ganz verhehlen, dass ich mit der Entwicklung unzufrieden bin, keiner der Jungs tritt so auf, dass man ihn bringen muss. Wenn ich in diesem Punkt ehrlich bin, muss ich auch dem Trainer bis zu einem gewissen Grad die Schuld geben, schließlich ist er eine der wichtigsten Führungspersönlichkeiten in einem Sportverein und da darf man junge Spieler auch dazu bringen sich noch besser zu präsentieren. Allerdings muss ich hier die Einschränkung gelten lassen, dass es am Ende an den Spielern liegt, aber eine Spur mehr Charakterschulung kann man den Spielern schon mitgeben.

Zum Abschluss bleibt mir noch zu sagen, ich halte ihn fachlich, taktisch und methodisch für einen guten bis sehr guten Trainer. Bei möglichen Kandidaten fallen mir im Moment nicht viele ein. Wenn er seine menschlichen Fähigkeiten – mit denen ich allerdings auch öfter privat sehr gut auskomme – noch weiter verbessert, kann er ein wirklich ausgezeichneter Trainer werden, der durchaus im Profifußball seinen Weg machen wird. Egal wie ich es drehe und wende, der Trainer ist gut und er passt zur Austria – wenn es nach mir geht noch viel länger.

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