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Schlagwort-Archiv: Dietmar Hopp

Der Ärger über Beschimpfungen

Was haben Dietmar Hopp und Michael Minichberger gemeinsam? Beide beschäftigen sich mit Fußball und beide haben ein Problem mit dem was Fans manchmal so von sich geben. Ich finde es widerlich und wehleidig was da abgeht. Die Jungs von schwatzgelb.de haben sich ausführlich an Dietmar Hopp gewandt – ein offener Brief der sehr lesenswert ist.

 

Wenn ich mir mein indirektes Umfeld ansehe merke ich leider immer öfter, dass diese Meinung langsam aber doch salonfähig wird. Immer wieder erlebe ich Menschen die sich für Fußball interessieren und sich über diverse Schlachtgesänge und Postings aufregen. Mich nervt das tierisch, ich habe einfach keinen Bock auf dieses Fußball-Schicki-Micki-Partie; Bleibt wo der Pfeffer wächst, fährt nach Klagenfurt, geht zu irgendeiner fête blanche, zum Empfang ins Kavalierhaus oder sonst wohin. Vor kurzem musste ich ernsthaft darüber diskutieren ob ich mich noch lustig machen darf wenn der Vorstadtklub eine Minute vor der Pause ein Tor bekommt – zum KOPFSCHÜTTELN

 

Fußball ist für mich ein Ort der Emotionen, dazu gehören Freude und Leid, Liebe und Hass, Jubelstürme und Schimpftriaden. Eier kraulen und die Heilsarmee brauch und will ich nicht. Es gehört für mich einfach dazu dem Schiedsrichter, den anderen Fans und Spielern meine Meinung zu sagen und das manchmal auf die unflätigste Art und Weise die mir gerade einfällt. Gleichzeitig will ich aber auch mit wildfremden Menschen lachen, tanzen, singen, klatschen, umarmen – all das ginge verloren wenn sich die Adabeis den Fußball holen. Ich mach da nicht mit!

Kein Dank an Martin Kind, Dietmar Hopp und Co

Martin Kind dürfte den wenigsten österreichischen Fußballfans etwas sagen, Dietmar Hopp wohl eher. In Deutschland ist dieser Mann, seines Zeichen Vorstandsvorsitzender von Hannover 96, für viele Fans eine persona non grata. Martin Kind betreibt nämlich in einer Vorreiterrolle die Aufhebung der „50+1“-Regel.

 

Wer sich bisher mit dieser Regel wenig beschäftigt hat, dem empfehle ich an dieser Stelle den Wikipedia-Eintrag dazu, da er auch einige Vereine der Bundesliga und ihre Mehrheitsverhältnis erläutert.

 

Da wir in Salzburg ja gebrannte Kinder sind, ist es logisch, dass ich mit der Aufhebung dieser Regel nicht viel anfangen kann. Abgesehen davon macht die Aufhebung dieser Regelung für mich auch logisch keinen Sinn. Die Vereine der deutschen Bundesliga gehören wohl zu den gesündesten der Welt. Abgesehen von den Einnahmen aus den TV-Geldern ist die Liga international auch finanziell konkurrenzfähig. Die Zuseherzahlen in den Stadien sind meines Wissens in Europa unerreicht.

 

Die Entscheidung ist nun vertagt worden, im Hintergrund wird an neuen Kompromissen gearbeitet. Da dies ein laufender Prozess ist möchte ich nicht ständig Hochwasserstandsmeldungen abgeben.

 

Spannender finde ich persönlich den Umgang der Deutschen mit diesem Thema. Nahe zu alle Vereine haben Meinungen dazu, Liga-Präsident Reinhard Rauball äußert sich sehr ausführlich zu diesem Thema. Die Diskussion wird in den größten Tageszeitungen geführt. So gehört sich das.

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