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Schlagwort-Archiv: Heimsieg

Ein Sieg mit Ansage

Das Österreichische Nationalteam kann es ja doch, nämlich gewinnen. Gestern wurden in Klagenfurt die Kickergenossen aus Finnland mit 3:1 (1:0) deutlich geschlagen. Bei allen Relativierung die zu diesem Termin zulässig ist, gilt es nun trotzdem dieses Spiel richtig einzuordnen.

Taktische Grundordnung
Das ÖFB-Team präsentierte sich in einer 4-2-3-1 Grundausrichtung, zumindest theoretisch. Marko Arnautovic spielte nämlich in der ersten Halbzeit eher einen zweiten Stürmer wodurch das System in Richtung 4-4-2 verschoben wurde, wie ballverliebt.eu richtig beschrieben hat wurde dies in der zweiten Halbzeit korrigiert, vom Trainer. Damit sind wir schon bei einem wesentlichen Punkt angelangt: Die taktische Grundordnung war zu erkennen und wurde im Laufe des Spiels den Gegebenheiten angepasst und zwar vom Trainer, Marcel Koller. Damit hat er in seinem ersten Heimspiel mehr taktisches Verständnis an den Tag gelegt als manche seiner Vorgänger.

Das 4-2-3-1 gilt bei vielen Teams derzeit als das Non-Plus-Ultra, auch für Österreich scheint dies eine gute Variante zu sein. Viele Spieler kennen dieses System aus ihren Vereinen und sollten auch im Nationalteam damit zurechtkommen.

Umsetzung der taktischen Vorgabe
Die Umsetzung der taktischen Vorgaben erfolgt schon recht ordentlich, angesichts der kurzen Vorbereitungszeit kann man im Wesentlichen zufrieden sein. Kritikpunkte findet man sicherlich im nicht vorhandenen Pressing und in der extremen linkslastigen Ausrichtung des österreichischen Spiels.

Individuelle Umsetzung
Auch ohne das nötige statistische Material zu haben, kann man eine massive Verschiebung des österreichischen Spiels auf Links beobachten. Die Gründe dafür liegen meiner Meinung nach zu einem wesentlichen Teil an der individuellen Umsetzung und Ausrichtung. Dazu muss man sagen, dass sich das Quartett Dragovic-Suttner-Alaba-Ivanschitz wesentlich besser in der Spieleröffnung/gestaltung zeigte als das andere Quartett Schiemer-Garics-Baumgartlinger-Harnik. Schaut man sich die Innenverteidigung und 6er-Positionen an ist dieser Unterschied auch leicht zu erklären, Alaba/Dragovic spielen beide noch in der Champions League und gehören derzeit zum absoluten Stamm ihrer Vereine. Schiemer/Baumgartlinger hatten in den letzten Wochen deutlich weniger Spielzeit als die beiden Youngsters, sollten aber auch sonst wohl eher nicht die spielerische Qualität an den Tag legen wie Alaba/Dragovic. Verstärkt wurde dieser Effekt noch durch Rückkehrer Garics von dem man nach seiner Verletzung noch nicht mehr erwarten kann. Garics voll fit und in Form hätte wohl in dieser Situation etwas mehr Ausgleich schaffen können.

Im Zentrum fehlt dann ein offensiver Spielgestallter. Marko Arnautovic dem die Rolle des 10ers zugedacht war erfüllt diese in keiner Weise. Wie bereits gesagt, spielte er eher einen zweiten Stürmer und fehlt damit im Spielaufbau. Ein Dreiecks-Spiel im Mittelfeld welches Spielverlagerungen nach rechts und links sowie Bälle in die Spitze ermöglicht fehlt somit total. Dies wurde in der zweiten Halbzeit durch die Hereinnahme von Junuzovic und der Neuausrichtung von Harnik wesentlich besser. Eine wirklich eingespielte Truppe war aber trotzdem nie am Platz, angesichts der kurzen Vorbereitungszeit auch kein Wunder.

Janko machte dann das so wichtige 1:0 mit genau dem was man von einem Stürmer erwartet. Er marschiert in Richtung Torwart und verleitet ihn zu einem unsauberen Abschlag, dass dieser dann über Jankos Brust den Weg ins Tor findet ist natürlich glücklich aber nicht verkehrt.

Ein Fazit
Das ÖFB-Team tat was es tun musste, der Trainer tat was er tun musste und am Ende gewinnt man ein Spiel mit Ansage. Der Sieg war absolut verdient, in keiner Phase des Spiels musste man sich Sorgen machen. Man könnte jetzt den ORF zitieren und sagen zu Hause gegen so einen Gegner ist das selbstverständlich. Nun ja, ich habe in den letzten Jahren die meisten Spiele des ÖFB gesehen und solche Siege waren nie selbstverständlich. Und das obwohl mit Pogatetz und Fuchs zwei echte Leistungsträger ausgefallen sind.

Zittersieg

Nach einem intensiven Wochenende in Wien und einem unfassbar anstrengendem Montag komme ich nun endlich wieder zum Bloggen.

 

Die Austria hat vergangenen Sonntag den wichtigen Heimsieg im ersten Spiel eingefahren. Die „Buben“ von Wacker II wurden dank eines tollen Tors von Marco Vujic mit 1:0 besiegt. Das Spiel war irgendwie komisch. Trotz Westderby und zahlreichen Zusehern war die Stimmung nicht wirklich einem Derby angebracht. Es mag wohl an den gegnerischen Spielern liegen, wie soll man bitte 15, 16, 17-Jährige den gleichen Hass entgegen bringen wie einer Kampfmannschaft.

 

Nun aber zum Spiel. Die Austria spielte das bekannte 4-5-1 mit Doppel-6. Eigentlich eine Aufstellung, die ein gutes Spiel zu lassen sollte. Allerdings kam die Austria nie wirklich in die Gänge. Aus dem Mittelfeld kam viel zu wenig nach vorne, Dusan Pavlovic läuft zwar ungemein viel, allerdings nutz dies wenig wenn sonst so wenig kommt. Bei einigen Spielern hatte man phasenweise das Gefühl sie würden die Gegner ob ihrer körperlichen Erscheinung nicht ganz ernst nehmen. Selbst zwei Tage danach kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieses Mal einfach die nötige Konsequenz fehlte.

 

Nach dem Tor kurz vor Seitenwechsel schien eigentlich alles gelaufen, denn trotz offensichtlicher Schwächen im Spielaufbau wurde die Partie kontrolliert. Als dann noch zahlreiche Chancen auf das 2:0 vergeben wurden, war es nur mehr eine Frage der Zeit bis die Austria den Sack zu macht. Doch es kam anders, vergebene Chancen und mangelndes Zweikampfverhalten machten den Gegner stark. Am Ende war es dann Martin Eisl und die fehlende Routine der Wacker-Buam die der Austria zum wichtigen Auftaktsieg verhalfen.

 

Ich bin froh über diesen Sieg, ungemein! Morgen geht es nach Hard, sollte man auch da punkten ist man schon wieder gut gestartet. Und sollte das Werkl bald man rennen, fragt auch niemand wie man sich angestellt hat.

Deja-Vu

Vorrunde ÖFB-Cup: Hirsch geht vorzeitig duschen, Vujic und Reifeltshammer besorgen den 2:0 Endstand. Es gibt gewisse Parallelen zwischen den Spielen in der ÖFB-Cup-Vorrunde, im Vorjahr hieß der Gegner TSV Neumarkt heuer war es der USK Anif. Das Spiel selbst möchte ich gar nicht im Detail kommentieren ich bin viel zu sehr von etwas anderem beeindruckt.

 

Zwischen den beiden Spielen liegen ein tolles Jahr und eine enorme Entwicklung in der Mannschaft. Gestern war neben vielen Details die gestimmt haben eines offensichtlich, die Mannschaft ist unglaublich diszipliniert und gut organisiert. Dadurch konnten die Anifer über den Großteil des Spiels neutralisiert werden, echte Torchancen für die Anifer waren in Wirklichkeit Mangelware.

 

Wer sich die Aussagen der Verantwortlichen zum gestrigen Spiel anhört und die Leistung am Spielfeld darauf hin überprüft, merkt vor allem eines: Es wurde unglaublich gut in der Vorbereitung gearbeitet. Die Mannschaft präsentiert sich in einer sensationellen Verfassung, dazu stimmt sowohl die taktische Einstellung als auch die Einstellung gegenüber dem Spiel. Ich habe selten eine Mannschaft gesehen bei der sich die Spieler so sehr der Mannschaft unterordnen wie bei uns in der aktuellen Situation.

 

Dies ist meiner Einschätzung nach der Verdienst des Trainers. Natürlich kommen ein paar andere Faktoren auch dazu, aber ich glaube, dass sich die Arbeit eines Trainers am ehesten in diesem Punkt wiederspiegelt. Wenn man so gerne davon spricht das Fußball ein Mannschaftssport ist, dann sieht man bei uns deutlich, dass Didi Emich diese Mannschaft geformt hat.

 

Jürgen Klopp hat einem Interview einmal sinngemäß gesagt: Er ist unglaublich stolz auf seine Mannschaft, weil diese im Spiel jedes Mal wieder die Vorgaben optimal umsetzt. Didi Emich hat gestern Ähnliches nach dem Spiel gesagt. Es zeigt von dem nötigen Maß an Intelligenz dies bei seiner Arbeit zu berücksichtigen.

Ich hatte Angst, völlig umsonst

Gestern hatte ich ja ein mieses Gefühl, irgendwie hatte ich befürchtet die Dornbirner sind uns eine Nummer zu groß. Manchmal darf auch ich mich irren, die Austria zeigte gestern abermals wie stark sie sein kann.

Das gilt sowohl auf dem Spielfeld als auch auf den Rängen, nur in der zweiten Halbzeit war die Stimmung für einige Minuten nicht das Gelbe vom Ei. Am Ende zeigte aber sowohl die Fans als auch die Mannschaft in welche Richtung diese Reise geht. Sollte es gelingen diese Mannschaft zu halten und an 3,4 Positionen zu verstärken führt der nächste Meistertitel nur über uns. Es ist schon beeindruckend was sich in einem halben Jahr RLW getan hat. Dornbirn gehört zu stärksten Teams in dieser Liga aber nach 20 Minuten hatte wohl niemand mehr das Gefühl, dass uns die weh tun können.

Menschenskind, ich mag eigentlich noch gar nicht daran denken was passiert wenn die Stadionfrage zu unseren Gunsten geklärt ist.

Das Gesetz der Serie

Mensch, heute hab ich mal ein verdammt schlechtes Gefühl, normerlweise neige ich im Gegensatz zu einem von mir sehr geschätzten Menschen überhaupt nicht dazu. Aber irgendwie werd ich heute das Gefühl nicht los, dass unsere schöne Heimserie endet.

Ich glaube es hängt auch mit Nico Mayer zusammen, er fehlt schon wieder gesperrt. Gegen Kufstein ging es ohne ihn auch recht gut, aber Dornbirn ist ein anderer Gegner. Ich schätze die schon verdammt gut ein.

Da ich schon mal ein schlechtes Gefühl habe, werde ich das mal ausbauen, normalerweise bewahrheitet sich mein Optimismus, was heißt das dann im Falle des Pessimismus? Keine Ahnung. Ich weiß nur heute wird ich mich beim Spiel elegant um schneiden, schließlich ist ein guter und alter Freund der Familie aus England dabei;)

PS: Liebe Austria, wenn der René schon extra aus England kommt dann schenkt ihm doch bitte einen Sieg.

Das Glück ist ein Vogerl

Mir persönlich ist das Spiel heute sehr wichtig, ich will das Österreich gewinnt und so im Rennen um die Euro 2012 bleibt. Ich habe mich bereits über die Siegermentalität des Didi C. und meine Wunschelf ausgelassen. Heute möchte ich in Erinnerung rufen wie viel Glück manchmal nötig ist.

Die Mannschaft hatte schon ordentlich Glück. Zuerst bei der Auslosung, ich bin froh über die Deutschen schlagen sie doch normalerweise alle in der Quali und sorgen so für einen fairen Kampf um Platz 2;) Aber auch über die Gestaltung des Spielplans, Kasachstan und Aserbaidschan zu Hause und schon startet man mit 6 Punkten. Das 4:4 ist ebenso legendär wie verdient aber am Ende trotzdem glücklich. Ich glaube aber das Glück der Mannschaft ist noch nicht erschöpft, besser gesagt ich hoffe es, wir werden es noch brauchen.

Heute traue ich mir sogar auf einen Sieg wetten, wir werden gewinnen. Warum ich so optimistisch bin, ich weiß es nicht. Wahrscheinlich ist der Wunsch nach dem Erfolgserlebnis der Vater des Optimismus. Deshalb werde ich mich heute auf den Weg in ein Lokal machen und gemeinsam mit ein paar Freunden das Spiel anschauen, auf das auch der Rest des Lokals sieht wie viele dem Team die Daumen drücken.

Wunschelf

Die Chance auf die Teilnahme bei einer Endrunde – sportlich qualifiziert;) – war schon lange nicht mehr so groß. Am Freitag kommt also Belgien ins Wiener Ernst-Happel-Stadion, obwohl dieses Stadion eine Laufbahn hat ist die Stimmung oftmals recht gut. Auch dieses Mal sollte die Unterstützung des Publikums kein Nachteil sein. Das 4:4 war ja ein „interessantes“ Spiel, dieses Mal hoffe ich auf einen Sieg für Österreich. Meine Wunschelf für Freitag:

Tor:
Jürgen Macho, die Nummer 1 hat im Auswärtsspiel phasenweise sensationell gehalten.

Abwehr:
Rechts: Dag (keine Ahnung wie der wirklich spielt, aber schlechter als Klein kann er nicht sein)
IV: Dragovic, Pogatetz – bei dem was beide in Basel und bei 96 spielen darf es keine Diskussion geben
Links: Fuchs, ähnlich gesetzt bei Mainz wie im Team

Doppel 6:
Baumgartlinger, Alaba: Auch wenn Schiemer durchaus torgefährlich ist, aber Baumgartlinger ist spielerisch stärker und Alaba ist für mich mittlerweile gesetzt

Flügel:
Harnik, Arnautovic, beide können die Seite wechseln und haben sich mittlerweile in Deutschland durchgesetzt.

10er:
Junuzovic, alleine für sein Tor gegen die Bullen am Samstag gehört er wieder dorthin, spielt in Österreich derzeit einfach verdammt gut.

Stürmer:
65 Minuten Maierhofer, danach Janko. Maierhofer kann danach nicht mehr und Janko ist im Strafraum einfach eine Bank.

Siegestaumel im Schongang

Gestern war die Stimmung nach dem Spiel irgendwie komisch, hätte vor der Saison jemand gesagt wir gewinnen nach einem intensiven Spiel gegen Kufstein mit 1:0 hätte sich wohl jeder gefreut.

Wirkliche Freude wollte nach dem Spiel irgendwie nicht aufkommen, warum eigentlich? Ich persönlich glaube nicht, dass es an der eher schwächeren ersten Halbzeit gelegen ist. Wenn man sich die Stärke des Gegners ansieht kann man nämlich nicht davon ausgehen, dass man gegen die 90 Minuten tollen Fußball zeigt und völlig überlegen ist. Im Gegenteil es präsentierten sich zwei Vereine auf Augenhöhe.

Die Gründe für die teilweise starke Zurückhaltung liegt wohl eher an den äußeren Umständen, insgesamt ist durch die ganze Diskussion rund um das Stadion und die Causa Union Innsbruck zu viel schlechter Beigeschmack im Spiel. Auch mir macht gerade das Thema Innsbruck langsam aber doch überhaupt keinen Spaß mehr, die fehlende Lizenz macht das diesjährige Frühjahr eher zu einem Schaulaufen, wobei auch ich mir den Landesmeistertitel wünsche!

Das Spiel selbst fand ich insbesondere in der zweiten Halbzeit ordentlich gut. Die Mannschaft entwickelte nach einem verhaltenem Start einen gesunden Drang nach vorne und lies hinten nicht wirklich viel zu, wobei wir zwei Mal ordentlichen Dusel und einen hervorragendem Alex Trappl im Tor hatten. Auch die Neuzugänge gefielen mir recht gut, Tanidis auf der linken Seite und Sonko Pa in der Mitte machen defensiv ihre Aufgabe recht gut und haben auch das nötige Können um nach vorne was zu bringen. Kritikpunkte hab ich eigentlich nur zwei, etwas mehr Pressing hätte auf diesem Boden sicher nicht geschadet, denn nur mit konstruktivem Angriffsspiel erreicht man gegen einen so gut organisierten Gegner nicht viel und die Rote für Federer war völlig unnötig, das Foul war ohne Not in einem Pulk von Spielern, auch wenn die Aktion im Spiel gewesen wäre hätte er wohl dafür Rot gesehen.

Trotzdem möchte ich noch einmal ausdrücklich festhalten, der Mannschaft ist zu einem guten Spiel zu gratulieren, den Gegner muss man erst Mal schlagen. Die nächsten Wochen werden wirklich spannend und ich hoffe man kann nach dem Marathon gegen Dornbirn, Anif und Wattens noch oben mitmischen. Ein guter Saisonverlauf wäre wohl die beste Antwort auf all die Steine die uns in den Weg gelegt werden, aber auch für die Stimmung kann es nur postiv sein, am Ende sind wir nämlich immer noch ein Fußballverein.

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