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Schlagwort-Archiv: Ligareform

Meine 18 Stationen in die Rotenberggasse

Vor einigen Tagen habe ich „meine 18“ zusammen geschrieben. Heute ist es für mich Zeit eine Ist-Analyse zu machen, zumindest deren ersten Teil – die aktuelle Situation meiner 18, genauer gesagt jener Verein die derzeit nicht zu den 18 gehören. Die sollen nämlich in die Rotenberggasse, der off. Heimat der Bundesliga. Wobei ich hier noch kurz auf den Modus der Bundesliga eingehen möchte.

Derzeit besteht der Profifußball in Österreich aus zwei Zehnerligen, sprich 20 Profivereine. Ich bin dafür die Bundesliga zu ändern. 18 oder 16 Vereine in einer Profiliga, 3 direkte Absteiger und Aufsteiger in bzw aus den 3 Regionalligen. Die Regionalligen müssten sich einer teilweisen Professionalisierung unterziehen (Stadien, Nachwuchs, Finanzen…) Aber das ist eine andere Geschichte

Im zweiten Teil werde ich meine 18 bis Fuschl machen, eine Liste wen von den derzeitigen Vereinen in Liga Eins und Zwei ich nicht mehr sehen will.

SV Austria Salzburg
Derzeit in der Regionalliga West, sportlich ist der Meistertitel zwar nicht heuer aber mit drei, vier Verstärkungen meiner Meinung nach jederzeit möglich. Das größte Problem ist wohl die Heimstätte.

Blau-Weiß Linz
Spielt derzeit in der Regionalliga Mitte, sportlich ist man nicht besonders weit weg vom Aufstieg. Sollte auch in den nächsten Jahren machbar sein.

Vienna
Derzeit (noch) 2. Liga, würde aber aus den 18 rausfallen weil es sportlich im Moment nicht reicht.

WSC
Regionalliga Ost, derzeit ein schöner Mittelfeldplatz. So wie es im Moment aussieht ist die Geschichte mit K oder C auch irgendwann gegessen.

Vorwärts Steyr
Von meinen fehlenden Kandidaten ist Steyr noch am weitesten entfernt vom Profifußball, allerdings nur sportlich denn Vorwärts verfügt schon jetzt über eine ausgezeichnete Infrastruktur, bei dem derzeitigen Fanzuspruch ist der Aufstieg nur mehr eine Frage der Zeit.
Austria Klagenfurt
Ja Hallo erst mal, was soll ich sagen. Am ehesten erfüllt St. Andrä das Kriterium „Kärnter Profiverein“ aber wie schon geschrieben ist Kärnten für mich ein Wunschkandidat mal schauen ob es was wird.

GAK
Die Roten lernen es wohl nie, der GAK ist und bleibt ein Problemkind des österreichischen Fußballs. Der nächste Konkurs schwebt ständig über den Rotjacken. Ich mochte den Verein noch nie besonders ohne das Grazer-Derby hätten die es auch nie auf die Liste geschafft, wird wohl auch so bleiben.

Kremser SC
2. Landesliga West, a barda Weg, wie die Wiener sagen würden. Aber den Verein gibt es noch, die Hoffnung stirbt nicht so schnell.

Admira
Die gibt es leider so nicht mehr, harren wir der Dinge die da kommen.

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Meine 18 bis Katar

Ich schließe mich einem Trend an, „meine 18 bis Katar“. Die Sache ist relativ einfach erklärt, eine „Wunschbundesliga“ die man sich nach Lust und Laune zusammen basteln kann. Da ich ja in Österreich zu Hause bin, mache ich es halt einfach in Österreich, persönlich bin ich ja sowieso schon lange ein großer Fan einer größeren Bundesliga in Österreich.

Der Modus mit 34 Runden würde mir extrem gut gefallen, ehrlich gesagt traue ich auch allen genannten zu sich die Liga leisten zu können. Außerdem ist es egal, da es sich ja um eine „Wunschliga“ handelt.

SV Austria Salzburg
Es steht geschrieben am Himmelszelt – Du bist der geilste Verein der Welt(PUNKT)

SK Rapid Wien
Wiener Rekordmeister, das Hanappi ist wohl eines der schönsten Stadien in Österreich

FK Austria Wien
Der andere Wiener Großklub, stellt mit Herbert Prohaska den besten Fußballer Österreichs. Gehört gemeinsam mit Rapid zum „österreichischem Old Firm“.

SK Sturm Graz
Nach dem die Ära Kartnig nun endlich bereinigt wurde ist der Verein richtig sympathisch geworden. Gute Stimmung und als echter Verein geführt.

Blau-Weiß Linz
Eigentlich schade, dass sich der Verein nicht besser in der Öffentlichkeit präsentieren kann. Die Geschichte ist nämlich ähnlich romantisch wie die der Austria.

KSV Kapfenberg
Aus der Steiermark gehört einfach ein Verein in die Bundesliga der nicht in Graz zu Hause ist. Aktuell unter Gregortisch ein schön bodenständiger Verein.

First Vienna Football Club
Der Name sagt Alles. Der erste österreichische Fußballverein gehört in die Bundesliga. Erste aktiv miterlebte Herbstmeisterschaft wurde dort fixiert.

SV Ried
Eine Verein der sich über Jahre zu einer sportlichen Größe gemausert hat. Klein, sympathisch und solide geführt.

Wiener Sportklub
Wie die Vienna einer der kleineren Verein in Wien. Aber nicht minder wichtig, immer noch ein „Name“ in Österreich. Friedhofstribüne.

Vorwärts Steyr
Steyr ist einfach Kult. Ein kleiner Verein der sich ebenfalls wieder nach oben arbeitet. Die Reise dort hin ist einfach nett.

FC Wacker Innsbruck
Westderby

SCR Altach
Von den Vorarlbergern mein persönlicher Favorit.

Linzer ASK
Eigentlich nicht dabei auf Grund der Fusion mit SK Voest. Allerdings ist den Blau-Weißen das Derby zu gönnen.

Austria Klagenfurt
Auch wenn ich Kärnten nicht mag. Klagenfurt ist in Österreich eine Reise wert. Es wäre einfach schön, wenn sich dort ein Klub ohne politischem Mitwirken in der Bundesliga etablieren könnte. Der Verein schafft es „doppelt“ auf die Wunschliste, den gibt es nämlich nicht in der Form.

Kremser SC
Krems war immer schon ein netter Verein. Nettes Stadion, gut um auch ein paar Tage rund um das Spiel in der Gegend zu verbringen. Mario Kempes

Grazer AK
Derby in Graz, mehr nicht.

Admira Wacker
Schade, dass sich der Klub nicht halten konnte. Die Südstadt ist ein kultiges Stadion. Allerdings braucht keiner die derzeite Trenkwalder Admira.

Austria Lustenau
Ebenfalls ein schönes Stadion und wegen des Namen den Vorzug gegenüber FC Lustenau.

Ausgeglichen stark oder ausgeglichen schwach?

Ich möchte dieses Mal der Frage nachgehen ist unsere Liga ausgeglichen stark oder ausgeglichen schwach? Hier mal die Statistik: BVB 09: 2,39; FC Barcelona: 2,71; AC Milan 2,12; SV Ried: 1,90. So viele Punkte/Spiel haben die derzeitigen Tabellenführer aus Deutschland, Spanien, Italien und Österreich.
Ich hatte am Wochenende das Glück fast alle Spiele in Deutschland und Österreich im Fernsehen verfolgen zu können. In Deutschland sieht man den Unterschied zwischen Klassemannschaften relativ deutlich, abgesehen von der ersten Halbzeit bei FC Salzburg gegen Rapid ist wenig von irgendwelchen Leistungsunterschieden fest zu machen. Der österreichische Liga-Fußball präsentiert sich als eher bescheidene Darbietung von Fußballarbeitern. Die organisierten, schönen Angriffe kann man in fast jedem Spiel an einer Hand abzählen. Meiner Meinung nach kann man so was schon auch trainieren.
Um die ursprüngliche Frage zu beantworten, ich halte unseren Fußball daher für eher ausgeglichen schwach. Für mich ist daran wieder einmal unsere Liga Mitschuld, ich halte es immer noch für Humbug 4mal gegeneinander zu spielen. Wer in den großen Ligen den Titel darf sich bis zum Ende nur wenige Punkteverluste leisten. Meistens kann man Niederlagen und Unentschieden der ersten drei, vier Mannschaften an einer Hand abzählen. In Österreich ist dies durch den Ligamodus anders, nahezu jede Woche findet ein „Spitzenspiel“ zwischen Mannschaften der ersten 4-5 Plätze statt. Ständig kann man darauf hoffen, dass sich die Vereine an der Spitze Punkte gegenseitig Punkte wegnehmen. In größeren Ligen ist es anders, Real Madrid läuft im Prinzip seit dem legendären Sieg von Barca im Herbst den Punkten nach.
Für mich bleibt einmal mehr zu sagen, lieber eine Liga mit 16 oder 18 Vereinen und klarer Verteilung „Spitzenmannschaften“, „Mittelständler“ und „Abstiegskandidaten“ als unser Liga-Gemurkse.

Bastelstunde

Als Kind war ich mittelmäßig begabt wenn es ums Basteln ging. Irgendwie kann das ein jeder, zumindest im Kindergarten. So denken wohl auch die Herren der österreichischen Bundesliga und des ÖFB. Basteln wir wieder einmal rum bei der Liga. Kann ja nicht schaden. DOCH – meine Herren es kann schaden.

Der Artikel auf rlw.at sagt viel über die Ideen. Ich persönlich halte sie für Schwachsinn. Viel schlimmer finde ich eigentlich die Herangehensweise an dieses Problem. Neudeutsch nennt man eine mögliche Lösungsstrategie „best practice“. Ich glaube nicht, dass diese Option beim ÖFB/Bundesliga angewandt wird. Denn mir persönlich ist keine Vorbildnation im Fußball bekannt die solche Ideen hat.

Fangen wir bei meinem Lieblingsthema an, dem Aufstieg. Der ÖFB verwehrt derzeit zumindest einem Meister den Aufstieg. Ein großartiger Umstand schließlich darf die beste Mannschaft einer Liga nicht in die Nächste. Mir ist nicht bekannt, dass dies wo anders auch so ist. Dieser Umstand ist fatal. Ist aber erklärbar, bei 10 Vereinen drei Absteiger ist wohl etwas viel.

Nun darf ich mich dem nächsten Thema widmen, die Amateurteams. Lieber Verantwortliche, auch in den Vereinen, es ist nicht wichtig in welcher Liga Nachwuchskicker spielen. Viel wichtiger ist, dass sie Trainer haben die Ihnen eine Chance geben. Österreich ist in diesem Punkte ein dankbares Beispiel, so lange die Amateure von Austrian Wien und den anderen in der 2. Liga waren hatten sie eine bescheidene Ausbeute in die Kampfmannschaft. Rapid, Sturm Graz oder auch Ried schaffen es Nachwuchskicker quasi jedes Jahr in die erste Mannschaft einzubauen ohne Amateure in der 2. Liga. Abgesehen davon ist es für die anderen Vereine ein Farce vor 200 Zusehern zu spielen weil es eh „nur“ die Amateure sind.

Aber die in meinen Augen größte Baustelle ist die Zielsetzung. Die Zielsetzung sollte eigentlich lauten: Das bestmögliche Ligasystem zu finden um den Fans, Sponsoren und Spielern eine spannende und attraktive Meisterschaft zu bieten. Im Moment sieht es eher nach… ich weiß es nicht nach was es aussieht. Leute ihr präsentiert nichts was greifbar ist. Die Reform steigert weder die Attraktivität der Ligen noch sonst irgendwas. Im Gegenteil es schafft Exklusivität. Die Bundesligavereine könnten über kurz oder lang durch den Aufstieg sämtlicher Amateurteams die 2. Liga und die Amateurnationalliga selbige für andere Vereine nahe zu vollständig blockieren.

Wie man die erste Liga gestallten soll weiß ich derzeit nicht. Allerdings habe ich vom Übergang der Regionalligen in den Profifußball einen Vorschlag. 16er oder 18erLiga. 3 Absteiger – 3 Aufsteiger aus den Regionalligen. Ob es nun sinnvoll wäre dies in der zweiten Liga zu machen oder gleich die zweite Liga aufzulösen und die Regionalligen mit einer vereinfachten Form der Lizenz auszustatten weiß ich noch nicht genau. Ich glaube aber eine Bundesliga mit 18 Mannschaften und darunter Regionalligen die quasi eine „Lizenz light“ erfüllen, wäre attraktiver als der Status Quo. Jeder Meister kann aufsteigen und es gäbe in der Bundesliga nur mehr Hin- und Rückrunde. Und ich denke für einen Wiener ist es attraktiver einmal im Jahr bei der  Vienna und in Kapfenberg zu spielen als zweimal in Kapfenberg. Wird wohl für alle anderen auch so sein.

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