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Schlagwort-Archiv: Martin Eisl

Hexenjagd

Die Hexenjagd gab es in Europa insbesondere im Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Das was Momentan über unseren Torwart hereinbricht erinnert mich sehr stark an das was man sich gemeinhin unter Hexenjagd vorstellt. Jeder Furz, jeder Pass, jedes Tor, jede Flanke kurz gesagt alles was mit Martin Eisl im Zusammenhang steht wird genauestens unter die Lupe genommen.

Martin Eisl als absoluten Toptorwart zu bezeichnen ist wahrscheinlich genauso wahr, als würde man behaupten der Papst sei Moslem, so viel dazu. Warum man aber ständig darauf rumreiten muss kann ich so nicht nachvollziehen. Das jüngste Beispiel hat mich dann dazu bewogen einen Autor, den ich sonst sehr schätze, mit den Worten „Jetzt wird’s lächerlich“ negativ zu bewerten. Was war passiert.

Folgender Satz stand in der Einleitung:

Was mit hier angesichts der Kritik an Eisl noch fehlt, ist die Frage, ob er nicht beim weiten Freistoß von Sonko von der Mittellinie, der aufgrund der Entfernung gut zu erkennen war und zum 1:0 führte, nicht ziemlich falsch stand.

Dazu wurden zwei Bilder eingefügt welche diese Meinung untermauern. Grundsätzlich habe ich überhaupt kein Problem mit Analysen und Nachbesprechungen, im Gegenteil ich würde mir mehr sportliche Diskussionen wünschen die über Wirtshausgewäsch á la „Zumindest kämpfen müssen sie!“ hinausgehen.

Der Grund meines Ärgers liegt in dem Umstand, dass diese Analyse in einer Diskussion stattfand die nur mehr darauf abzielt sich über unseren Tormann auszulassen. Würde man mit der gleichen Sorgfalt und dem gleichen Interesse die Leistung der anderen 10 Spieler am Feld analysieren, würde man wahrscheinlich ähnlich viele Böcke finden. Die Leistungen sind nicht zufriedenstellend. Alleine an Martin Eisl liegt es nicht und deshalb halt ich wenig davon ihn ständig negativ in die Auslage zu stellen.

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Der Alltag hat uns wieder

Ich weiß schon, es ist nicht alltäglich ein Auswärtsspiel gegen den SV Hall in Oberndorf auszutragen. Aber darum geht es mir auch nicht. Die Austria ist nach dem absoluten Topspiel des Jahres wieder ganz schnell im Alltag angekommen. Vor einer Woche ging es noch im EM-Stadion Wals-Siezenheim vor über 7.000 gegen die Orks aus Mordor, am Samstag spielte man am alten Oberndorferplatz vor etwas mehr als 1.100 Leute gegen den SV Hall. Kurz gesagt, der Alltag hat uns wieder.

Aus privaten Gründen gehörte dieses Spiel für mich zu den besseren, dieser alltäglichen Spiele. Kommt doch meine Familie aus Oberndorf bzw. Bürmoos und der Ausflug wurde mit privaten Terminen und dem, doch zufälligen Besuch, im Hochzeitslokal meiner Eltern verbunden. So viel zum privaten, sentimentalen Teil.

Das Spiel durfte ich folgenden Dialog mitanhören: „Ich will wieder zurück in die Landesliga und nur mehr auf solchen Plätzen spielen“, die Antwort kam postwendend: „Du bist nicht der Erste der mir das heute sagt.“ Ich kann diese Aussagen nicht unterschreiben. So schön das alles ist, günstiges Bier, kein Stress bei An- und Abreise, entspannt Fußball schauen und Klugscheißen, ich für meinen Teil sehe das nicht als die Austria-Vision 2015(2020). Ich will nicht unverschämt klingen, bei unserer Geschichte der letzten Jahre kann man das sowieso nicht, sondern ehrlich. Es hat ja seinen romantischen Reiz quer durch den unterklassigen Fußball des Landes zu tingeln. Aber mein Traum vom Fußball sieht einfach anders aus. Oder anders gesagt, es muss einfach um etwas gehen und das tut es im Moment nicht wirklich.

Klar der Sieg vom Samstag war extrem wichtig. Ein Punktverlust gegen die Haller und wir wären wirklich ganz dick drin gewesen, im Abstiegskampf. So kann man dieses Thema langsam aber doch abhaken, mit einem Sieg gegen Union Innsbruck am nächsten Samstag wäre der nächste große Schritt gemacht. Abgesehen davon würde man die Innsbrucker wieder einen Schritt nach unten schießen, ein schöner Gedanke.

Das Spiel selbst fällt für mich in die Kategorie: Pflichtsieg. Genau darum ging es auch. Die Ausgangslage war nämlich alles andere als rosig. Insgesamt 4 Innenverteidiger sind ausgefallen. Tom Hofer griff in die Aufstellungstrickkiste und zauberte des Duo: Winkler/Hirsch als neue Innenverteidigung hervor. Beide Spieler zeigten, dass sie sicherlich zu den charakterstärksten Spielern gehören und lieferten eine solide Leistung ab. Zum Glück hieß der Gegner Hall und nicht Wattens oder Anif. Auch in der Tormannfrage zeigte Tom Hofer, dass er durchaus bereit ist hinter seinen Spielern zu stehen. Martin Eisl wurde wieder aufgestellt und löste seine Aufgabe sehr solide. Man kann sich nur für alle Beteiligten wünschen, dass Martin Eisl Spiel für Spiel an Sicherheit gewinnt und im Laufe der Saison zu einer absoluten Nummer 1 wird.

Die Austria tat sich lange Zeit sehr schwer gegen den SV Hall, schaut man sich die Aufstellung genauer an ist dies nicht verwunderlich. Man kann den Betreuern und den Spielern nur wünschen, dass sich der Verletzungsteufel langsam verabschiedet und sich so schnell wie möglich eine Stammelf heraus kristallisiert, ohne einen Grundstock wird es nämlich verdammt schwierig eine spielerische Linie zu finden. Am Ende darf man trotzdem diesen 3:1-Sieg als verdient bezeichnen. Und um nichts anderes ging es am Samstag.

Neuzugänge, ein erster Eindruck

Bei Facebook habe ich das Ganze mit dem Wort: „Kampfansage“ kommentiert. Also solche darf man wohl auch die beiden Neuzugänge werten. Mit Patrick Mayer und Martin Eisl kommen zwei Wunschspieler unseres Trainers. So hab ich das vorher von ihm auch noch nie gehört.

 

Aus einer gemeinsamen Spielbeobachtung im Frühjahr weiß ich warum dies bei Patrick Mayer so ist. Für ihn sprechen einfach seine technischen Fähigkeiten und sein Zug am Gegenspieler vorbei. Eine gewisse Ähnlichkeit mit der Karriere von Didi Emich kann man nicht leugnen. Als Spieler scheint er jemand zu sein, den wir nicht hatten. Trotz seiner Körperfülle ist er ungemein spielfreudig zu dem ist die Bilanz bei Anif (7 Tore in 11 Spielen – alle 93 Minuten ein Tor) durchaus die eines Knipsers. Ich hab ihn im Frühjahr in zwei Spielen gesehen und muss zu diesem Transfer einfach gratulieren. Wenn Emich das System ändern kann dann erwartet uns eine tolle Saison.

 

Bei Martin Eisl kann ich die Situation weniger gut einschätzen. Ich kann mich nur auf zwei Dinge verlassen. Da ist die nüchterne Statistik, die auf der Habenseite ehemaliger Nachwuchsnationaltormann und Bundesligatorwart bei Kapfenberg anführt. Und die Auskunft eines erfahrenen Austrianers der ihn im Forum als Verstärkung bezeichnet. Ich gehe stark davon aus, dass wir nach 5 Jahren einen neuen Einsergoalie haben werden.

 

Nach dem der Kader des letzten Jahres gehalten wurde darf man beide Neuzugänge wohl als Wegweiser in einen ernst gemeinten Kampf um den Relegationsplatz deuten.

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