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Schlagwort-Archiv: ÖFB-Team

Das Alaba-Dilemma

David Alaba ist trotz seiner jungen Jahre einer der Leistungsträger beim FC Bayern München und die Zukunftshoffnung des ÖFB. Auf Grund seiner sportlichen Qualitäten sieht in Marcel Koller im ÖFB-Team als 6er und Spielgestallter, bringt sich aber selbst dadurch in ein Dilemma, eben dem Alaba-Dilemma.

 

Es ist schon erstaunlich, ein kleines Land wie Österreich verfügt über zwei der besten linken Außenverteidiger der gesamten deutschen Bundesliga. Der eine heißt Christian Fuchs, der andere David Alaba. Deshalb ist es auch verständlich, dass Marcel Koller diese „Überbesetzung“ dadurch löst, dass Alaba eine zentrale(sowohl örtlich als auch sportlich) Rolle im Mittelfeld einnehmen soll.

 

Gestern gegen Wales konnte Christian Fuchs kurzfristig nicht spielen. Sein etatmäßiger Ersatz auf dieser Position ist Markus Suttner von Austria Wien. Wie wohl Markus Suttner ein solider Außenverteidiger in der österreichischen Bundesliga ist, international ist er überaus unerfahren. Gegen Gareth Bale ging das gestern das eine oder andere Mal gehörig schief.

 

David Alaba hat mehrfach bewiesen – auch gegen Christiano Ronaldo – dass er auch defensiv viel von dieser Position versteht. Was wäre eigentlich passiert hätte man David Alaba auf die Position gestellt die er von seinem Verein kennt und ihn gegen einen der stärksten Flügelspieler der englischen Premier-League spielen lassen… Wir werden es nie erfahren.

 

Für die Zukunft sollte sich Marcel Koller aber trotzdem überlegen ob man nicht ab und an im Mittelfeld auf Alaba verzichtet. Im Mittelfeld gibt es neben Alaba einige Kandidaten die sich zentral sehr wohl fühlen und in ihren Vereinen auf hohem Niveau gute Leistungen bringen (zb Ivanschitz, Baumgartlinger, Junuzovic,…) sind im Mittelfeld alle Spieler fit kann Alaba durchaus ersetzt werden. Auf der linken Außenverteidigerposition ist das sportliche Loch zwischen Fuchs und Suttner immer noch sehr groß. Alaba spielt diese Position beim FC Bayern auf Weltklasse-Niveau, Suttner, insbesondere wenn beim Gegner einer der besten Spieler der Welt auf der rechten Seite spielt, nicht.

 

Sollte Österreich wieder auf Christian Fuchs verzichten müssen, sollte sich Marcel Koller doch auch überlegen ob man David Alaba wirklich so dringend im Mittelfeld braucht, oder ob man ihn nicht besser nach hinten holt und diese Seite dicht macht. Von der Offensiv-Qualität von Fuchs und Alaba will ich im Verlgeich mit Suttner gar nicht reden.

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Die zwei, die fehlen

Österreich spielt unter Marcel Koller endlich ordentlichen Fußball. Man ist im modernen Fußball angekommen, die Mannschaft tritt als solche auf und holt dadurch die nötigen Ergebnisse. Gestern reichte es gegen Rumänien leider nur zu einem 0:0. Trotzdem sind Heimsiege gegen Finnland, die Ukraine und ein Remis gegen Rumänien keine schlechte Ausbeute.

Ich sage es ehrlich wie es war, ich ging gestern in der Halbzeitpause zum Lesen. Zu offensichtlich war für mich, dass in diesem Spiel nicht mehr viel passieren wird. Die Rumänen stehen solide in der Abwehr und uns fehlen dann an Tagen wie diesen die Mittel. Allerdings muss man schon sagen, Österreich hat diese Mittel. Sie heißen Martin Harnik und Christian Fuchs.

Für mich war eine Szene symptomatisch. Alaba und Suttner spielen (es war wohl die 45. Minute) zwei kluge Pässe auf der linken Seite und Suttner kommt relativ unbedrängt zum Flanken. Die Flanke ging in bester Manier der österreichischen Bundesliga über das Tor ins aus. Klassisch. Natürlich ist Christian Fuchs kein Roboter aber seine Flankenstatistik spricht doch eine deutliche Sprache. Gegen Gegner wie Rumänien braucht das Team, und allen voran Mark Janko, genau diese Flanken.

Der zweite Spieler der abgeht ist natürlich Martin Harnik. Man braucht wohl kein Prophet sein um zu sagen, dass ein Martin Harnik gestern wohl das ein oder andere Mal mehr Zug zum Tor entwickelt hätte als Guido Burgstaller(der mir grundsätzlich recht gut gefallen hat).

Fazit: Österreich wird viel Glück für den zweiten Platz brauchen. Die Spiele gegen Irland und Schweden werden nämlich durch viele Details entschieden. Welche Spieler fit und in Form sind, ist eines davon.

Ein Sieg mit Ansage

Das Österreichische Nationalteam kann es ja doch, nämlich gewinnen. Gestern wurden in Klagenfurt die Kickergenossen aus Finnland mit 3:1 (1:0) deutlich geschlagen. Bei allen Relativierung die zu diesem Termin zulässig ist, gilt es nun trotzdem dieses Spiel richtig einzuordnen.

Taktische Grundordnung
Das ÖFB-Team präsentierte sich in einer 4-2-3-1 Grundausrichtung, zumindest theoretisch. Marko Arnautovic spielte nämlich in der ersten Halbzeit eher einen zweiten Stürmer wodurch das System in Richtung 4-4-2 verschoben wurde, wie ballverliebt.eu richtig beschrieben hat wurde dies in der zweiten Halbzeit korrigiert, vom Trainer. Damit sind wir schon bei einem wesentlichen Punkt angelangt: Die taktische Grundordnung war zu erkennen und wurde im Laufe des Spiels den Gegebenheiten angepasst und zwar vom Trainer, Marcel Koller. Damit hat er in seinem ersten Heimspiel mehr taktisches Verständnis an den Tag gelegt als manche seiner Vorgänger.

Das 4-2-3-1 gilt bei vielen Teams derzeit als das Non-Plus-Ultra, auch für Österreich scheint dies eine gute Variante zu sein. Viele Spieler kennen dieses System aus ihren Vereinen und sollten auch im Nationalteam damit zurechtkommen.

Umsetzung der taktischen Vorgabe
Die Umsetzung der taktischen Vorgaben erfolgt schon recht ordentlich, angesichts der kurzen Vorbereitungszeit kann man im Wesentlichen zufrieden sein. Kritikpunkte findet man sicherlich im nicht vorhandenen Pressing und in der extremen linkslastigen Ausrichtung des österreichischen Spiels.

Individuelle Umsetzung
Auch ohne das nötige statistische Material zu haben, kann man eine massive Verschiebung des österreichischen Spiels auf Links beobachten. Die Gründe dafür liegen meiner Meinung nach zu einem wesentlichen Teil an der individuellen Umsetzung und Ausrichtung. Dazu muss man sagen, dass sich das Quartett Dragovic-Suttner-Alaba-Ivanschitz wesentlich besser in der Spieleröffnung/gestaltung zeigte als das andere Quartett Schiemer-Garics-Baumgartlinger-Harnik. Schaut man sich die Innenverteidigung und 6er-Positionen an ist dieser Unterschied auch leicht zu erklären, Alaba/Dragovic spielen beide noch in der Champions League und gehören derzeit zum absoluten Stamm ihrer Vereine. Schiemer/Baumgartlinger hatten in den letzten Wochen deutlich weniger Spielzeit als die beiden Youngsters, sollten aber auch sonst wohl eher nicht die spielerische Qualität an den Tag legen wie Alaba/Dragovic. Verstärkt wurde dieser Effekt noch durch Rückkehrer Garics von dem man nach seiner Verletzung noch nicht mehr erwarten kann. Garics voll fit und in Form hätte wohl in dieser Situation etwas mehr Ausgleich schaffen können.

Im Zentrum fehlt dann ein offensiver Spielgestallter. Marko Arnautovic dem die Rolle des 10ers zugedacht war erfüllt diese in keiner Weise. Wie bereits gesagt, spielte er eher einen zweiten Stürmer und fehlt damit im Spielaufbau. Ein Dreiecks-Spiel im Mittelfeld welches Spielverlagerungen nach rechts und links sowie Bälle in die Spitze ermöglicht fehlt somit total. Dies wurde in der zweiten Halbzeit durch die Hereinnahme von Junuzovic und der Neuausrichtung von Harnik wesentlich besser. Eine wirklich eingespielte Truppe war aber trotzdem nie am Platz, angesichts der kurzen Vorbereitungszeit auch kein Wunder.

Janko machte dann das so wichtige 1:0 mit genau dem was man von einem Stürmer erwartet. Er marschiert in Richtung Torwart und verleitet ihn zu einem unsauberen Abschlag, dass dieser dann über Jankos Brust den Weg ins Tor findet ist natürlich glücklich aber nicht verkehrt.

Ein Fazit
Das ÖFB-Team tat was es tun musste, der Trainer tat was er tun musste und am Ende gewinnt man ein Spiel mit Ansage. Der Sieg war absolut verdient, in keiner Phase des Spiels musste man sich Sorgen machen. Man könnte jetzt den ORF zitieren und sagen zu Hause gegen so einen Gegner ist das selbstverständlich. Nun ja, ich habe in den letzten Jahren die meisten Spiele des ÖFB gesehen und solche Siege waren nie selbstverständlich. Und das obwohl mit Pogatetz und Fuchs zwei echte Leistungsträger ausgefallen sind.

Langfristige Planung

Am 7. September 2012 beginnt die Qualifikation für die WM 2014. Ich wage vor dem heutigen Spiel zu behaupten genau ein Jahr nach dem klar ist, dass wir nicht zur Euro 2012 fahren. Damit hat der ÖFB ein Jahr Zeit sich auf dieses Qualifikation vorzubereiten. Ein Jahr ist im Fußball eine lange Zeit, wird diese Zeit optimal genutzt kann man viel erreichen.

 

Gestern wurde bei uns im Forum die Frage gestellt was eigentlich der ÖFB falsch macht? Ich hab dies sinngemäß damit beantwortet, dass ich mir sicher bin, dass wir gegen die Türkei unsere letzte theoretische Chance verspielen und am Tag nach dem Türkeispiel die Vorbereitung für die Qualifikation zu WM 2014 beginnt. Wer auch immer diese Qualifikation als Teamchef machen wird, muss ab diesem Zeitpunkt im Amt (bzw in Vorbereitung) sein. Leider versteht man dies beim ÖFB nicht.

 

In diesem Mangel an Weitsichtigkeit liegt eigentlich auch der Hund begraben. Was würde zb der DFB in so einem Fall tun? Wahrscheinlich genau das, was nötig ist. Ursachen analysieren und Schwächen soweit diesem in der Verantwortung des DFB liegen minimieren. Beim aktuellen ÖFB-Team liegt meiner Meinung nach die größte Schwäche in einem fehlenden Grundkonzept. Welche Art von Fußball soll zum Erfolg führen? Ich sehe keinen Ansatz, keinen Plan, keine Vision.

 

Ein kleiner Schwenk sei an dieser Stelle zur Austria gemacht. Didi Emich hat relativ schnell ein „System-Emich“ entwickelt und spielen lassen. In der Regel spielen wir mit einem 4-5-1 und versuchen den Gegner in der eigenen Hälfte einzuschnüren. Ob einem dieses System gefällt oder nicht sei dahin gestellt aber im Unterschied zum Nationalteam haben wir ein System, insbesondere gegen stärkere Gegner ist dies noch ausbaubar.

 

Für den ÖFB bringt auch die nächste Qualifikation ein bekanntes Muster. Die deutschen werden als Vize-Europameister die Qualifikationsgruppe dominieren. Irland, Schweden und Österreich sollten um den zweiten Platz kämpfen, die Färöer Inseln und Kasachstan sind Pflichtsiege. Der neue Teamchef hat meiner Meinung nach eine leichte Aufgabe. Er muss nur ein System finden, dass besser ist als jenes der Iren und der Schweden. Das sollte bei ordentlicher Vorbereitung machbar sein.

Die Chance lebt noch?

Theoretisch ja, schließlich gibt es noch die Möglichkeit Platz zwei hinter unseren Lieblingsnachbarn zu holen. Praktisch gehe ich davon aus, dass diese Chance morgen vorbei ist. Die Türken werden nicht in Wien verlieren oder besser gesagt, Österreich wird nicht mit dem nötigen Ergebnis gegen die Türken gewinnen.

 

Drehen wir das Rad der Zeit etwas zurück… Österreich holt in Belgien ein kurioses 4:4. Die Ausgangslage für das Qualifikationsjahr 2011 kann nicht mehr viel besser sein. Was sich dann im Frühjahr abgespielt hat entbehrt jeglicher fußballerischen Qualitätsanforderung. Sowohl gegen Belgien als auch die Türkei setzt es 0:2-Niederlagen, damit war die Qualifikation eigentlich vorbei. Wenn man ehrlich ist ging es in dieser Gruppe immer „nur“ um Platz 2 hinter der DFB-Auswahl.

 

Die spannende Frage stellt sich für mich deshalb im Vergleich mit der Türkei und Belgien, und nicht mit den Deutschen. Hat Österreich das Potential um mit diesen beiden Nationen mitzuhalten? Ich behaupte: JA! Weder die Belgier noch die Türken gehören zu den Top-Nationen in Europa. Wenn man sich einen möglichen Österreichischen Kader anschaut, dann muss man gegen solche Nationen mehr fordern als in den letzten Spielen gezeigt wurde. Doch woran liegt der schlechte Auftritt?

 

Der Teamchef spielt in diesem ganzen Schlammassel eine tragende Rolle, deshalb hoffe ich auf ein rasches Ende der Ära-Constantini. Ob ein neuer vom ÖFB ausgewählter Trainer jedoch besser ist weiß ich im Moment auch noch nicht. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich nicht.

Das Ende von Constantini

Anlässlich des jüngsten Artikels von 90minuten.at widme ich mich heute mal wieder dem Nationalteam. Wenn man die Aussagen von unserem Verbandsboss richtig interpretiert dürften die Tage von Didi Constantini wohl gezählt sein. Warum dieser Schritt nicht im Herbst gesetzt wird kann nicht einmal der ÖFB-Boss erklären.

 

Ich mache mal ein kurzes Gedankenspiel und gehe eine Aufstellung frei von „Problemen mit dem Teamchef“ durch:

 

Gratzei

Garics – Pogatetz – Stranzl – Fuchs

Scharner – Alaba

Junuzovic – Ivanschitz – Harnik

Janko

 

Dazu kommen noch Spieler wir Baumgartlinger, Arnautovic, Prödl, Royer, Linz, Dragovic,…

 

Wenn man ganz ehrlich ist, mit diesem Spielermaterial muss man sich deutlich besser präsentieren als dies im Moment der Fall ist. Aber gut wenn man sich den gesamten Artikel in Ruhe durchliest merkt man, dass auch die Führung einfach auf gut österreichisch „am Semmerl“ ist. Constantini hat und das muss man leider genauso sagen, versagt.

 

Momentan traue ich mir jetzt schon zu sagen, dass wir in der nächsten Qualifikation wieder vor den gleichen Problemen stehen werden, denn es stellt sich ernsthaft die Frage wer als Teamchef nachkommen soll. Es ist zum narrisch werden.

Wunschelf

Die Chance auf die Teilnahme bei einer Endrunde – sportlich qualifiziert;) – war schon lange nicht mehr so groß. Am Freitag kommt also Belgien ins Wiener Ernst-Happel-Stadion, obwohl dieses Stadion eine Laufbahn hat ist die Stimmung oftmals recht gut. Auch dieses Mal sollte die Unterstützung des Publikums kein Nachteil sein. Das 4:4 war ja ein „interessantes“ Spiel, dieses Mal hoffe ich auf einen Sieg für Österreich. Meine Wunschelf für Freitag:

Tor:
Jürgen Macho, die Nummer 1 hat im Auswärtsspiel phasenweise sensationell gehalten.

Abwehr:
Rechts: Dag (keine Ahnung wie der wirklich spielt, aber schlechter als Klein kann er nicht sein)
IV: Dragovic, Pogatetz – bei dem was beide in Basel und bei 96 spielen darf es keine Diskussion geben
Links: Fuchs, ähnlich gesetzt bei Mainz wie im Team

Doppel 6:
Baumgartlinger, Alaba: Auch wenn Schiemer durchaus torgefährlich ist, aber Baumgartlinger ist spielerisch stärker und Alaba ist für mich mittlerweile gesetzt

Flügel:
Harnik, Arnautovic, beide können die Seite wechseln und haben sich mittlerweile in Deutschland durchgesetzt.

10er:
Junuzovic, alleine für sein Tor gegen die Bullen am Samstag gehört er wieder dorthin, spielt in Österreich derzeit einfach verdammt gut.

Stürmer:
65 Minuten Maierhofer, danach Janko. Maierhofer kann danach nicht mehr und Janko ist im Strafraum einfach eine Bank.

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