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Schlagwort-Archiv: ÖFB

Infrastrukturfonds für die Bundesliga

Rund um den Abschied von Georg Pangl gab es viele Diskussionen um mögliche Hintergründe, aber auch um die Verdienste und Versäumnisse der Ära Pangl. Einer der Hauptkritikpunkte ist die leidige und schier endlose Debatte um die Infrastruktur in den Stadien. Am Thema Rasenheizung und anderen infrastrukturellen Maßnahmen scheiden sich bekanntlich die Geister. Die großen, reichen Vereine auf der einen Seite, die ewig Klammen und die Dorfklubs auf der anderen Seite.

Stets geht es ums Geld: die einen können sich den Betrieb nicht leisten, die anderen haben kein Geld für die Installation… Die Gründe und Entschuldigungen sind vielfältig. Eines ist aber wohl allen klar: Will man in Österreich in den Monaten November bis April Fußballspiele sehen, wird man Geld und Ressourcen in die Qualität der Spielfelder investieren müssen. Wenn der Bundesliga, dem ÖFB und den Vereinen diese Investition in einen zweifellos besseren Fußball wichtig ist, dann muss auch endlich etwas dafür getan werden.

Zwei Optionen halte ich für sinnvoll. Erstens: die Bundesliga schreibt einen Mindestbetrag für die Rasenpflege in die Lizenzkriterien für die 1. Liga und überprüft laufend Qualität und Pflege der Spielfelder. Neben der tatsächlichen Wirkung, welche eine solche Maßnahme hätte, wäre es in jedem Fall auch eine symbolische Wirkung, die gesetzt würde.

Der zweite Punkt betrifft die Infrastruktur in den Stadien im Allgemeinen. Hier sollte man dringend einen Topf schaffen, der aus den Fernsehgeldern gespeist wird. Von den gesamten Fernsehgeldern sollten 1,5 Millionen Euro (da ich die genauen Verträge nicht kenne, schätze ich den Bedarf einfach mal) zurückbehalten werden und den jeweiligen Aufsteigern in die 1. Liga aber auch in die 2. Liga zur Verfügung gestellt werden, sofern diese Bedarf an einer besseren Infrastruktur haben. Für den Aufsteiger in die Bundesliga würde ich 1 Million vorschlagen und diese an die Installation einer Rasenheizung binden, das übrige Geld kann jeder dieser Vereine nach eigenem Ermessen verbauen. Die restlichen 500.000 € würde ich den Aufsteigern aus der Regionalliga zur Verfügung stellen.

Sollten Vereine betroffen sein, die keinen unmittelbaren Bedarf haben – ich denke hier an die Stadien in Linz oder Pasching – könnte man das Geld gemäß eines Kriterienkataloges an andere Vereine weitergeben. Es täte allen Beteiligten gut, wenn die Vereine mehr zu bieten hätten als die Mindestanforderungen.

Diese 1,5 Millionen fehlen in Summe den 20 Vereinen überhaupt nicht. Für die betroffenen Vereine sind solche Summen aber genau jene Meilensteine, die oftmals wirklich weiterhelfen würden. In wenigen Jahren hätte man die Infrastruktur der Stadien an vielen Standorten deutlich verbessert.

Bessere Infrastruktur, sowohl auf als auch abseits des Spielfeldes, führt mittelfristig immer zu mehr Zusehern, mehr Zuseher bedeuten mehr Einnahmen und mittelfristig wieder einen höheren Stellenwert und öffentliches Interesse. Das derzeitige Herumgewurschtelt führt jedoch zum Gegenteil – die Zuseherstatistik belegt dies eindeutig.

Organisationsfähigkeit: Mangelhaft

Der Österreichische Fußballbund hat laut seiner eigenen Satzung den Zweck: „Förderung, Beaufsichtigung und Regelung des Fußballsports in Österreich“; Wenn man sich das Verhalten dieses Verbands rund um die RLW sowie die Regelung über den Aufstieg aus den Regionalligen in die zweite Bundesliga ansieht muss man leider feststellen, dieser Verband erfüllt seinen Zweck nicht.

Zu den Hintergründen: Der Tiroler Fußballverband und die betroffenen Tiroler Vereine möchten und werden die Regionalliga West in der derzeitigen Form aufkündigen. Dieses Recht steht grundsätzlich jedem Verband frei. Auch möchte ich es mir nicht anmaßen diesen Beschluss zu bewerten. Rund um das Bekanntwerden dieses Beschlusses sickerte auch durch, dass es beim ÖFB kein Wunschszenario für eine Neuregelung für den „Aufstiegskandidaten West“ gibt. Das der ÖFB den Landesverbänden nichts vorschreiben kann ist die eine, die rechtliche Seite. Dass es im ÖFB aber niemanden gibt der einen Wunschmodus benennen kann, die traurige Realität.

Der zweite Punkt betrifft die Spielverschiebungen rund um den letzten Spieltag der Regionalligen West und Ost. Warum der ÖFB nicht fähig ist den letzten Spieltag aller betroffenen Ligen (drei Regionalligen und die Heute-für-Morgen-Liga) zeitgleich anzusetzen kann wohl niemand sinnig beantworten. Es ist eigentlich eine Farce sondergleichen, dass es im ÖFB niemanden gibt der sich für den Aufstieg aus der Regionalliga zuständig fühlt. Es wäre wohl nicht zu viel verlangt vor Beginn der Saison zu sagen, der letzte Spieltag ist eine Woche vor dem ersten Relegationsspiel, alle Spiele in den Regionalligen haben zeitgleich um „Hausnummer:“ 16:00 Uhr statt zu finden. Die Deutsche Bundesliga hat sein Wochen die beiden letzten Spieltage verbindlich terminiert.

Diese beiden Punkte zeigen, stellvertretende für viele weitere, das es im ÖFB kaum jemand gibt, der sich die Mühe macht und den Spielalltag in den Regionalligen ordentlich betreut. In der Regel werden mögliche Probleme so lange ignoriert bis man dann möglichst schnell irgendeine „Ich tu Dir nicht weh, du tust mir nicht weh“-Lösung aus dem Hut zaubert. Modernes Management sieht anders aus.

Ein Sieg mit Ansage

Das Österreichische Nationalteam kann es ja doch, nämlich gewinnen. Gestern wurden in Klagenfurt die Kickergenossen aus Finnland mit 3:1 (1:0) deutlich geschlagen. Bei allen Relativierung die zu diesem Termin zulässig ist, gilt es nun trotzdem dieses Spiel richtig einzuordnen.

Taktische Grundordnung
Das ÖFB-Team präsentierte sich in einer 4-2-3-1 Grundausrichtung, zumindest theoretisch. Marko Arnautovic spielte nämlich in der ersten Halbzeit eher einen zweiten Stürmer wodurch das System in Richtung 4-4-2 verschoben wurde, wie ballverliebt.eu richtig beschrieben hat wurde dies in der zweiten Halbzeit korrigiert, vom Trainer. Damit sind wir schon bei einem wesentlichen Punkt angelangt: Die taktische Grundordnung war zu erkennen und wurde im Laufe des Spiels den Gegebenheiten angepasst und zwar vom Trainer, Marcel Koller. Damit hat er in seinem ersten Heimspiel mehr taktisches Verständnis an den Tag gelegt als manche seiner Vorgänger.

Das 4-2-3-1 gilt bei vielen Teams derzeit als das Non-Plus-Ultra, auch für Österreich scheint dies eine gute Variante zu sein. Viele Spieler kennen dieses System aus ihren Vereinen und sollten auch im Nationalteam damit zurechtkommen.

Umsetzung der taktischen Vorgabe
Die Umsetzung der taktischen Vorgaben erfolgt schon recht ordentlich, angesichts der kurzen Vorbereitungszeit kann man im Wesentlichen zufrieden sein. Kritikpunkte findet man sicherlich im nicht vorhandenen Pressing und in der extremen linkslastigen Ausrichtung des österreichischen Spiels.

Individuelle Umsetzung
Auch ohne das nötige statistische Material zu haben, kann man eine massive Verschiebung des österreichischen Spiels auf Links beobachten. Die Gründe dafür liegen meiner Meinung nach zu einem wesentlichen Teil an der individuellen Umsetzung und Ausrichtung. Dazu muss man sagen, dass sich das Quartett Dragovic-Suttner-Alaba-Ivanschitz wesentlich besser in der Spieleröffnung/gestaltung zeigte als das andere Quartett Schiemer-Garics-Baumgartlinger-Harnik. Schaut man sich die Innenverteidigung und 6er-Positionen an ist dieser Unterschied auch leicht zu erklären, Alaba/Dragovic spielen beide noch in der Champions League und gehören derzeit zum absoluten Stamm ihrer Vereine. Schiemer/Baumgartlinger hatten in den letzten Wochen deutlich weniger Spielzeit als die beiden Youngsters, sollten aber auch sonst wohl eher nicht die spielerische Qualität an den Tag legen wie Alaba/Dragovic. Verstärkt wurde dieser Effekt noch durch Rückkehrer Garics von dem man nach seiner Verletzung noch nicht mehr erwarten kann. Garics voll fit und in Form hätte wohl in dieser Situation etwas mehr Ausgleich schaffen können.

Im Zentrum fehlt dann ein offensiver Spielgestallter. Marko Arnautovic dem die Rolle des 10ers zugedacht war erfüllt diese in keiner Weise. Wie bereits gesagt, spielte er eher einen zweiten Stürmer und fehlt damit im Spielaufbau. Ein Dreiecks-Spiel im Mittelfeld welches Spielverlagerungen nach rechts und links sowie Bälle in die Spitze ermöglicht fehlt somit total. Dies wurde in der zweiten Halbzeit durch die Hereinnahme von Junuzovic und der Neuausrichtung von Harnik wesentlich besser. Eine wirklich eingespielte Truppe war aber trotzdem nie am Platz, angesichts der kurzen Vorbereitungszeit auch kein Wunder.

Janko machte dann das so wichtige 1:0 mit genau dem was man von einem Stürmer erwartet. Er marschiert in Richtung Torwart und verleitet ihn zu einem unsauberen Abschlag, dass dieser dann über Jankos Brust den Weg ins Tor findet ist natürlich glücklich aber nicht verkehrt.

Ein Fazit
Das ÖFB-Team tat was es tun musste, der Trainer tat was er tun musste und am Ende gewinnt man ein Spiel mit Ansage. Der Sieg war absolut verdient, in keiner Phase des Spiels musste man sich Sorgen machen. Man könnte jetzt den ORF zitieren und sagen zu Hause gegen so einen Gegner ist das selbstverständlich. Nun ja, ich habe in den letzten Jahren die meisten Spiele des ÖFB gesehen und solche Siege waren nie selbstverständlich. Und das obwohl mit Pogatetz und Fuchs zwei echte Leistungsträger ausgefallen sind.

§ 12 (2) der Rechtspflegeordnung

Manchmal bin ich schon so abgehärtet, dass mich Dinge rund um die Austria viel weniger aufregen als sie das eigentlich sollten. Das jüngste Beispiel ist der §12 (2) der ÖFB-Rechtspflegeordnung. Wie kann man so etwas beschließen? Ich bin so erzürnt, mir fehlen ehrlich gesagt etwas die Worte.

 

§ 12 Sicherheitsmaßnahmen
(1) Als Sicherheitsmaßnahme kann insbesondere in Ausnahmefällen die Austragung eines Spieles unter Ausschluss der gesamten oder eines Teiles der Öffentlichkeit, die Austragung eines Spieles auf neutralem Platz oder die Sperre eines Stadions verhängt werden.
(2) Darüber hinaus kann insbesondere dem Gastverein, sofern nicht Bundesliga-Vereine betroffen sind, auf Antrag des Heimvereines die Beteiligung an den oder die Tragung der Sicherheitskosten durch vorherige Hinterlegung eines Garantiebetrages beim Verband aufgetragen werden.

 

Es ist echt unglaublich, der Paragraph wird sämtliche Vereine mit „Problemfans“ ruinieren. Durch den Aufstieg von Blau-Weiß betrifft dies ehrlicherweise nur mehr zwei Vereine, neben der Austria ist auch noch der GAK betroffen.

 

Wirklich ärgerlich ist der Zusatz mit den Bundesligavereinen, der Paragraph ist übrigens so schlecht formuliert, dass sämtliche Türen der Spekulation offen sind. Am Ende heißt dies in jedem Fall, sollte die Austria im Cup zb gegen Vöcklamarkt spielen kann Sie an den Sicherheitskosten beteiligt werden, beim Spiel der Vöcklamarkt gegen Rapid würde das nicht gehen. Wie pervers ist alleine dieser Gedanke.

 

Eine Lösung für dieses Problem ist ungemein schwierig, zumal die Lobby fehlt. Vielleicht kann man Fans anderer Vereine zur Unterstützung gewinnen, aber die haben dieses Problem nicht. Es ist zum kotzen!

Handball eine Sportart von der man lernen kann

Gestern habe ich mir das ewig junge Duell Österreich – Deutschland im TV angesehen. Manch einer wird die Frage stellen wie ich zum Handball komme. Gut ich kenne einen Spieler der österr. Nationalmannschaft persönlich aber das ist nicht der Hauptgrund. Der liegt in der Entwicklung rund um diesen Sport in Österreich.

Männer-Handball hat sich bei uns ordentlich weiterentwickelt. Gestern hatte man die Chance sich in einer Gruppe mit Deutschland (Weltmeister) und Island (olympisches Silber) für die nächste EM zu qualifizieren. Trotz der Niederlage ist diese Chance noch intakt. Im Fußball sehe ich wenig vergleichbares.

Der ÖHB hat meiner Meinung nach einen wichtigen Schritt gesetzt, man holt sich ausländisches Know-How. Mit Dagur Sigurdsson und nun Magnus Andersson betreuen seit einiger Zeit skandinavische Spitzenleute das Team. Der Anschluss an die Weltspitze ist meiner Meinung nach gelungen.

Österreich ist nun wahrlich keine Männer-Handball-Nation, aber es macht Spaß dieser Mannschaft zu zusehen. Es macht aber auch Spaß die Analysen rund um das Spiel zu verfolgen. Da hört man von 2. Welle, schneller Mitte und Ähnlichem. Wenn man dann noch halbwegs ein Verständnis für den Sport hat, sieht man die Fehler. Eine Analyse die in der österreichischen Fußballberichterstattung unmöglich wäre.

Taktik generell überbewertet

Diese Aussage ist so ehrlich wie entlarvend gewesen, sie stammt von unserem Teamchef. Eigentlich ist jeder weitere Abhandlung darüber sinnlos, allerdings hat Jogi Löw in seinem Kurier-Interview diese Aussage mit so viel Überzeugung widerlegt, dass ich einfach darüber schreiben muss:

Für mich den meisten Eindruck machen die Passagen, in denen Löw erklärt, wie systematisch die Umstellung der Spielweise erfolgt ist. Trainer die in Österreich ein klares Konzept von ihrem Spiel haben sind nämlich selten.

Constantini ist ja der festen Überzeugung, dass „man nicht mit dem System, sondern mit den Spielern gewinnt.“ Löws sehr treffende Aussage dazu: „Schauen Sie Messi an: Wenn er für Argentinien spielt, ist er oft nur die Hälfte wert. Bei Barcelona weiß er, was alle anderen um ihn herum machen. Ich bleibe dabei: Die Spieler brauchen klare Vorgaben und Strukturen.“

Messi gilt wohl als derzeit bester Fußballer, dass es im Team insbesondere unter Maradonna nicht läuft hat wohl jeder gesehen. Ein Trainer der trotzdem behauptet es kommt auf die Spieler an ist einfach fehl am Platz.

„Und zu Österreich: Das Team ist vermutlich das stärkste seit Jahren.“, danke Jogi Löw dafür. Gleichzeitig macht diese Aussage einfach unglaublich traurig, schließlich darf man in Österreich berechtigte Sorge haben ob das Team noch einmal ähnlich gut aufgestellt ist und somit die Chance zur Qualifikation für eine Finalrunde hat.

Die Auswahl beider Nationaltrainer halte ich im Übrigen auch für eine gute Abbildung der beiden Fußballverbände.

Die richtige Lösung wäre gewesen: Tivoli

Jetzt ist der Wahnsinn perfekt, wenn Fußballrechtsverdreher und die Justiz in Österreich auf einander prallen kommt am Ende folgendes heraus: Der Nachtrag zwischen Union Innsbruck und der Austria findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Für alle noch mal zur Erinnerung, die Union Innsbruck bekommt keine Genehmigung das Spiel gegen uns auf Ihrem Platz auszutragen, am Ende wird dann entschieden das Spiel gegen uns findet unter Ausschluss unserer Fans statt. Das alleine ist schon merkwürdig, nun hat der Magistrat Innsbruck entschieden, es darf überhaupt niemand zu sehen. Wenigstens das hat man eingesehen.

Die Lösung heißt immer noch Tivoli, dort hat Reichenau gegen uns gespielt, deren Stadion wäre auch zu klein. Die Austria gewann 5:3 und soweit man hört lief alles ruhig ab. Vielleicht denkt man in den Verbänden noch einmal daran, in Zukunft die Verein zum Ausweichen zu zwingen. Die fairste Lösung wäre es alle mal.

Siegermentalität

Bayerndusel, deutsche Tugendenden, Siegeswille,… Die Liste ist bekannt und wahrscheinlich unendlich erweiterbar. Für Nationalcoach Didi Constantini scheinen diese Begriffe alle Fremdwörter zu sein. Bei der jüngsten Bekanntgabe des Kaders für die EM-Qualifikation gegen Belgien in Wien und auswärts in der Türkei zeigte sich der Trainer wieder einmal von seiner Schokoladenseite.

Lieber Herr Nationaltrainer, entweder Du bist völlig überfordert oder ein genialer Psychologe. Ich halte Dich für überfordert. Um die Sache zu erklären, auf Frage von Journalisten antwortest Du in der Regel eher unfreundlich und genervt. Dieses Mal kam die Frage „wie viel Punkte brauchen wir für die Quali“. Deine Antwort war: „Wer vorher rechnet, verrechnet sich am Ende meist. Daher ist das nicht meins“. Grundsätzlich ist der Gedanke irgendwo verständlich, Du möchtest Dich noch nicht festnageln lassen da danach noch viel passieren kann, aber irgendwie ist das doch schon jetzt eine Ausrede. Mutige Trainer und Spieler gehen bei der derzeitigen Ausgangslage her und sagen: „Wir wollen 4 Punkte aus den beiden Spielen“ – noch Mutigere wollen 6, die Kirche wollen wir aber im Dorf lassen.

Die Ausgangslage für den zweiten Tabellenplatz – der Erste ist wohl an Bundes-Jogi vergeben – ist optimal. Nach Verlustpunkten sind wir vor der Türkei und Belgien. Mit einem Sieg zu Hause und einem Unentschieden in der Türkei sind wird immer noch vor den beiden. Wenn die Deutschen tatsächlich Alles gewinnen ist damit die Basis für die Relegation gelegt.

Nun möchte ich Dir aber kurz erklären wieso ich Dich nicht für einen tollen Psychologen halte. „Wenn nur der Kutscher klar sieht, dann wird auch mit blinden Pferden das Ziel erreicht.“, sprach einst Johann Nepomuk Nestroy. Für die Zusammenarbeit zwischen Trainer und Mannschaft gilt meiner Meinung nach dieser Spruch auch, allerdings in seiner Negation. Wenn der Trainer kein Ziel vorgibt, wie soll die Mannschaft dieses erreichen? Möglicherweise hast Du Deiner Mannschaft intern ein klares Ziel definiert, vielleicht beinhaltet es ja einen 4 oder 6 Punkte-Plan, aber ganz ehrlich ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Dir immer irgendwie die Weitsicht und die Kompetenz fehlt.

Für mich bleibt auch dieses Mal wieder ein komischer Beigeschmack und ich werde auch nachher sagen, wir haben nicht dank sondern trotz Dir etwas gerissen in der EM-Quali.

Hausaufgaben gemacht

Die SVG Reichenau hat ihre Hausaufgaben gemacht, das Spiel gegen meine geliebte Austria findet am Innsbrucker Tivoli statt. Eine Meldung die eigentlich keine Meldung ist, sollte man meinen. Die Geschichte ist natürlich etwas komplizierter.

Union Innsbruck und Reichenau haben verdammt kleine Plätze, manche würden sagen zu kleine Plätze. In der Regel ist das kein Problem denn Regionalligaspiele finden immer noch vor einer überschaubaren Zuseherzahl statt, nicht aber wenn die Austria kommt und das stellt viele vor ein Problem. Funktionäre die oftmals glauben Fußball ist ein Hobby tun sich dann besonders schwer. Dabei ist die Sache relativ einfach, wenn ich wo mitspielen will muss ich die Regeln akzeptieren. Zu diesen Regeln gehört auch die Bereitstellung eines ordentlichen Fußballplatzes, der entsprechende ausgestattet ist um mehrere hundert Fans unterzubringen. Union Innsbruck wollte oder konnte nicht in den Tivoli ausweichen, warum auch immer. Deshalb freue ich mich auf eine harte Strafe gegenüber Union Innsbruck durch den ÖFB. Andere Vereine wie der SV Straßwalchen oder aber auch der SAK gegen den FC Wacker konnten auf geeignete Anlagen wechseln.

Am Ende hoffe ich auch, dass es sich für Reichenau zumindest in der Wahrnehmung durch uns irgendwo auszahlen wird. Der Verein hat seinen Teil dazu beigetragen, es wäre schön wenn das in irgendeiner Form honoriert wird, denn angepisst wird man eh immer noch von viel zu vielen.

Bastelstunde

Als Kind war ich mittelmäßig begabt wenn es ums Basteln ging. Irgendwie kann das ein jeder, zumindest im Kindergarten. So denken wohl auch die Herren der österreichischen Bundesliga und des ÖFB. Basteln wir wieder einmal rum bei der Liga. Kann ja nicht schaden. DOCH – meine Herren es kann schaden.

Der Artikel auf rlw.at sagt viel über die Ideen. Ich persönlich halte sie für Schwachsinn. Viel schlimmer finde ich eigentlich die Herangehensweise an dieses Problem. Neudeutsch nennt man eine mögliche Lösungsstrategie „best practice“. Ich glaube nicht, dass diese Option beim ÖFB/Bundesliga angewandt wird. Denn mir persönlich ist keine Vorbildnation im Fußball bekannt die solche Ideen hat.

Fangen wir bei meinem Lieblingsthema an, dem Aufstieg. Der ÖFB verwehrt derzeit zumindest einem Meister den Aufstieg. Ein großartiger Umstand schließlich darf die beste Mannschaft einer Liga nicht in die Nächste. Mir ist nicht bekannt, dass dies wo anders auch so ist. Dieser Umstand ist fatal. Ist aber erklärbar, bei 10 Vereinen drei Absteiger ist wohl etwas viel.

Nun darf ich mich dem nächsten Thema widmen, die Amateurteams. Lieber Verantwortliche, auch in den Vereinen, es ist nicht wichtig in welcher Liga Nachwuchskicker spielen. Viel wichtiger ist, dass sie Trainer haben die Ihnen eine Chance geben. Österreich ist in diesem Punkte ein dankbares Beispiel, so lange die Amateure von Austrian Wien und den anderen in der 2. Liga waren hatten sie eine bescheidene Ausbeute in die Kampfmannschaft. Rapid, Sturm Graz oder auch Ried schaffen es Nachwuchskicker quasi jedes Jahr in die erste Mannschaft einzubauen ohne Amateure in der 2. Liga. Abgesehen davon ist es für die anderen Vereine ein Farce vor 200 Zusehern zu spielen weil es eh „nur“ die Amateure sind.

Aber die in meinen Augen größte Baustelle ist die Zielsetzung. Die Zielsetzung sollte eigentlich lauten: Das bestmögliche Ligasystem zu finden um den Fans, Sponsoren und Spielern eine spannende und attraktive Meisterschaft zu bieten. Im Moment sieht es eher nach… ich weiß es nicht nach was es aussieht. Leute ihr präsentiert nichts was greifbar ist. Die Reform steigert weder die Attraktivität der Ligen noch sonst irgendwas. Im Gegenteil es schafft Exklusivität. Die Bundesligavereine könnten über kurz oder lang durch den Aufstieg sämtlicher Amateurteams die 2. Liga und die Amateurnationalliga selbige für andere Vereine nahe zu vollständig blockieren.

Wie man die erste Liga gestallten soll weiß ich derzeit nicht. Allerdings habe ich vom Übergang der Regionalligen in den Profifußball einen Vorschlag. 16er oder 18erLiga. 3 Absteiger – 3 Aufsteiger aus den Regionalligen. Ob es nun sinnvoll wäre dies in der zweiten Liga zu machen oder gleich die zweite Liga aufzulösen und die Regionalligen mit einer vereinfachten Form der Lizenz auszustatten weiß ich noch nicht genau. Ich glaube aber eine Bundesliga mit 18 Mannschaften und darunter Regionalligen die quasi eine „Lizenz light“ erfüllen, wäre attraktiver als der Status Quo. Jeder Meister kann aufsteigen und es gäbe in der Bundesliga nur mehr Hin- und Rückrunde. Und ich denke für einen Wiener ist es attraktiver einmal im Jahr bei der  Vienna und in Kapfenberg zu spielen als zweimal in Kapfenberg. Wird wohl für alle anderen auch so sein.

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