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Schlagwort-Archiv: Öffentlicher Nahverkehr

Warum nicht gleich ordentlich?

Irgendwie komme ich mir vor als wäre ich Phil Conners. Jedes Jahr wird über die Sinnhaftigkeit einer Sperre der Innenstadt bzw einer vernünftigen Verkehrslösung in der Altstadt diskutiert. Der Altstadtverband ist nun mit einer Idee vorgeprescht die ich für durchaus interessant halte. Die Griesgasse soll zu einer Flaniermeile werden. Die Idee hat nur einen Fehler: Es soll eine Verkehrsspur erhalten bleiben. Warum eigentlich? Kein Mensch braucht diese Spur, es ist wie immer in Österreich die „kleine Lösung“.

Die Lösung ist einfach: Der Verkehr am Franz-Josefs-Kai zwischen Museumsplatz und Ferdinand-Hanusch-Platz in beide Richtungen geführt, dort ist Platz genug. Die Griesgasse wird eine echte Fußgängerzone. Auch die Busse fahren dann nicht mehr über den Anton-Neumayr-Platz sondern über den Franz-Josefs-Kai und nach dem AVA-Hof geht es rechts zur Haltestelle. Die Haltestelle Mönchsbergaufzug stadteinwärts wird ersatzlos gestrichen, von der Haltestelle Hanuschplatz sind es nur 150 Meter mehr Fußweg. Der Verkehr aus der Münzgasse wird über den Museumsplatz in Richtung Franz-Josefs-Kai geleitet. Hier kann man überlegen ob man das Abbiegen nach Links verbietet.

Was wäre dafür zu tun? Nun als erstes müsste sowohl am Hanusch-Platz als auch bei der Kreuzung Museumsplatz/Franz-Josefs-Kai die entsprechenden Umbauten veranlasst werden. Obwohl ich kein Bauexperte bin wage ich zu behaupten, dass hier der Umbau überschaubar wäre.

Ich persönlich glaube, dass eine schöne, breite Fußgängerzone im Bereich der Griesgasse eine fantastische Lösung wäre. Der Verkehr würde auch über den Franz-Josefs-Kai ausreichend Platz finden. Es wäre zwar ein großer Schritt, aber warum soll man beim Verkehr immer kleine und halbe Lösungen anstreben.

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Absurde Preiserhöhung

Der SVV erhöht mit 1. Juli also die Preise für Busfahrten. In Zeiten in denen über Klimaveränderungen, einem wachsenden Verkehrsaufkommen und vielen anderen Dingen gesprochen wird, ist dies wohl die absurdeste Idee die man haben kann. Wenn Herr Katholnig sagt „Auch Verkehrsunternehmen müssen wirtschaftlich agieren.“ dann entlarvt er sich selbst als völlig inkompetent.
Der Großteil der Verkehrsunternehmen gehört der öffentlichen Hand. Gewinne, falls sie zu erzielen sind, fließen in die Budgets der jeweiligen Eigentümer (Gemeinden, Land und Bund), das Ziel ist es daher nicht möglichst gewinnbringend zu agieren sondern den Versorgungsauftrag (nämlich den der Mobilität) möglichst attraktiv und effizient zu erfüllen. Soviel zur Theorie.
Busfahren in Salzburg ist absurd teuer. Das Argument der Vorverkaufskarten ist nicht zulässig, da es weder flächendeckend Vorverkaufsstellen noch Automaten gibt bei denen man sich vor Fahrtantritt einen Fahrschein kaufen kann. Wer in Salzburg kurzfristig und spontan in den nächsten Bus will muss die Karte bei der Lenkerin oder dem Lenker kaufen, in Zukunft für € 2,30.
Die Lösung wäre recht einfach: Fahrscheinautomaten an jeder Haltestelle (diese hätten auch 24h Stunden 365 Tage im Jahr geöffnet) und Fahrpreissenkung auf 1,50 für Erwachsene , Salzburg hätte schlagartig ein wesentlich attraktiveres Verkehrsangebot. Auch für die Lenkerinnen und Lenker wäre es eine enorme Erleichterung den Verkauf im Bus nicht mehr tätigen zu müssen. Natürlich ist die Installation der Automaten kostenintensiv, aber dafür gäbe es auch die öffentliche Hand die solche „Einrichtungskosten“ übernehmen kann.
Für den laufenden Betrieb würde es wohl heißen, dass mehr Leute öffentliche Verkehrsmittel nehmen. Da man Busse und Bahnen sowieso fahren lassen muss, kann man sich durchaus die Fragestellen ob man die notwendigen Gelder durch höhere Preise von wenigen Fahrgäste einnimmt oder ob man mehr Fahrgäste hat, die trotz niedriger Preise in Summe mehr Geld bringen? Welcher Ansatz ökologisch und sozial gerechter ist, dürfte wohl offensichtlich sein.

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