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Schlagwort-Archiv: Tom Hofer

Der Alltag hat uns wieder

Ich weiß schon, es ist nicht alltäglich ein Auswärtsspiel gegen den SV Hall in Oberndorf auszutragen. Aber darum geht es mir auch nicht. Die Austria ist nach dem absoluten Topspiel des Jahres wieder ganz schnell im Alltag angekommen. Vor einer Woche ging es noch im EM-Stadion Wals-Siezenheim vor über 7.000 gegen die Orks aus Mordor, am Samstag spielte man am alten Oberndorferplatz vor etwas mehr als 1.100 Leute gegen den SV Hall. Kurz gesagt, der Alltag hat uns wieder.

Aus privaten Gründen gehörte dieses Spiel für mich zu den besseren, dieser alltäglichen Spiele. Kommt doch meine Familie aus Oberndorf bzw. Bürmoos und der Ausflug wurde mit privaten Terminen und dem, doch zufälligen Besuch, im Hochzeitslokal meiner Eltern verbunden. So viel zum privaten, sentimentalen Teil.

Das Spiel durfte ich folgenden Dialog mitanhören: „Ich will wieder zurück in die Landesliga und nur mehr auf solchen Plätzen spielen“, die Antwort kam postwendend: „Du bist nicht der Erste der mir das heute sagt.“ Ich kann diese Aussagen nicht unterschreiben. So schön das alles ist, günstiges Bier, kein Stress bei An- und Abreise, entspannt Fußball schauen und Klugscheißen, ich für meinen Teil sehe das nicht als die Austria-Vision 2015(2020). Ich will nicht unverschämt klingen, bei unserer Geschichte der letzten Jahre kann man das sowieso nicht, sondern ehrlich. Es hat ja seinen romantischen Reiz quer durch den unterklassigen Fußball des Landes zu tingeln. Aber mein Traum vom Fußball sieht einfach anders aus. Oder anders gesagt, es muss einfach um etwas gehen und das tut es im Moment nicht wirklich.

Klar der Sieg vom Samstag war extrem wichtig. Ein Punktverlust gegen die Haller und wir wären wirklich ganz dick drin gewesen, im Abstiegskampf. So kann man dieses Thema langsam aber doch abhaken, mit einem Sieg gegen Union Innsbruck am nächsten Samstag wäre der nächste große Schritt gemacht. Abgesehen davon würde man die Innsbrucker wieder einen Schritt nach unten schießen, ein schöner Gedanke.

Das Spiel selbst fällt für mich in die Kategorie: Pflichtsieg. Genau darum ging es auch. Die Ausgangslage war nämlich alles andere als rosig. Insgesamt 4 Innenverteidiger sind ausgefallen. Tom Hofer griff in die Aufstellungstrickkiste und zauberte des Duo: Winkler/Hirsch als neue Innenverteidigung hervor. Beide Spieler zeigten, dass sie sicherlich zu den charakterstärksten Spielern gehören und lieferten eine solide Leistung ab. Zum Glück hieß der Gegner Hall und nicht Wattens oder Anif. Auch in der Tormannfrage zeigte Tom Hofer, dass er durchaus bereit ist hinter seinen Spielern zu stehen. Martin Eisl wurde wieder aufgestellt und löste seine Aufgabe sehr solide. Man kann sich nur für alle Beteiligten wünschen, dass Martin Eisl Spiel für Spiel an Sicherheit gewinnt und im Laufe der Saison zu einer absoluten Nummer 1 wird.

Die Austria tat sich lange Zeit sehr schwer gegen den SV Hall, schaut man sich die Aufstellung genauer an ist dies nicht verwunderlich. Man kann den Betreuern und den Spielern nur wünschen, dass sich der Verletzungsteufel langsam verabschiedet und sich so schnell wie möglich eine Stammelf heraus kristallisiert, ohne einen Grundstock wird es nämlich verdammt schwierig eine spielerische Linie zu finden. Am Ende darf man trotzdem diesen 3:1-Sieg als verdient bezeichnen. Und um nichts anderes ging es am Samstag.

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Die Wahrheit liegt am Platz

Warum die Begegnung FCS gegen die Salzburger Austria trotz allem immer noch „nur“ ein Fußballspiel ist. Was ist da nicht alles los, der ORF kommt nach Wals-Siezenheim, 7.000-Fans schauen sich ein Spiel in der Regionalliga West an, Fans aus ganz Europa kommen nach Salzburg um dieses Spiel zu sehen,… Die Liste ist lang und jede einzelne Tatsache freut mich ungemein. Selbst nach dem 3:0 für die Juniors war für mich eines klar, und die glorreichen Toten Hosen haben die wohl passendste Formulierung gefunden: „Ihr könnt uns schlagen so oft und so hoch ihr wollt, es wird trotzdem nie passieren, dass auch nur einer von uns mit euch tauschen will denn ihr seid nicht wie wir“    .

Aber, es ist Fußball und die Leistung auf den Rängen ist wichtig, am Ende zählen aber 3 Punkte. Dass diese nicht eingefahren wurden kann passieren, aber wie sich die Austria am Sonntag präsentiert hat ist für mich nicht zu verstehen. Leider, muss ich nach diesem Spiel ganz klar Tom Hofer in die Pflicht nehmen. Diese Aufstellung ging gehörig nach hinten los. Die Austria spielte ein relativ flaches 4-4-2 welches im Laufe des Spiels zu einem 4-4-1-1 wurde.

Grundsätzlich macht es ja Sinn gegen einen starken Gegner weit hinten zu spielen und mit 2 Angreifern im Falle der Kontermöglichkeit schnell nach vorne zu spielen. Durch ihre Spielweise wären Marco Vujic und Alex Schriebel genau die richtigen Typen dafür, brauchbare Bälle waren allerdings Mangelware. Ich stell jetzt einmal schwere, bis sehr schwere Beine als Ausrede in den Raum, sonst kann ich mir die Probleme im Zweikampfverhalten nicht erklären. Gegen die wieselflinken und engagierten Juniors erreichten leider zu wenige Spieler unserer Mannschaft einen soliden Zweikampfwert. Ohne Zweikämpfe kannst Du leider kein Spiel gewinnen.

Das zweite Problem war die enorme Lücke welche sich im zentralen Mittelfeld auftat. Durch den Abstand der zentralen Spieler zu den Spitzen war kaum ein geordneter Spielaufbau möglich, zu dem fehlten bei Ballverlust Mitspieler die helfen konnten. Alex Schriebel versuchte mit Fortdauer des Spiels dieses Problem zu beheben in dem er sich weiter zurückfallen lies und sich als Anspielstation anbot. Wirklich von Erfolg gekrönt war sein Bemühen leider nicht.

Leider völlig daneben ging die Variante mit Stefan Federer am Flügel, „Fedi“ ist im Fußball viel, aber kein Flügelspieler. Diesen Fehler hat Tom Hofer leider sehr spät korrigiert, durch die Hereinnahme von Dusan Pavlovic lief im Offensiv-Spiel wesentlich mehr zusammen. Es war bezeichnend, dass wir in dieser Phase nicht nur das Tor machten sondern auch noch zwei 1-gegen-1 Situation hatten die leider nicht genutzt wurden. Natürlich rede ich mir jetzt zwei Tage nach dem Spiel leicht. Aber schon nach dem Ausfall von Milosevic hätte sich dies Option angeboten, Pavlovic am Flügel zu stellen und Fedi in die Zentrale um dort den nach hinten wechselnden Reifeltshammer zu ersetzen.

Das man sich am Ende in so einem Spiel auch noch die Tore selbst macht ist der letzte Teil einer langen Fehlerkette. Schade die Juniors wären an diesem Tag schlagbar gewesen, meiner Meinung nach haben sie gegen uns schon bessere Spiele gezeigt. Darum ärgert mich diese Niederlage auch so, denn eigentlich war alles angerichtet.

Vorschusslorbeeren

Bei Wikipedia heißt es über die Vorschusslorbeeren:Dieser Begriff geht zurück auf eine Formulierung in einem Gedicht von Heinrich Heine mit dem Titel Plateniden aus dem zweiten Buch der Lyriksammlung Romanzeros.“ Sieht man sich die derzeitige Stimmung rund um den neuen Trainer der Salzburger Austria, Tom Hofer, an, kann man auch auf die Idee kommen, dass der Begriff in Salzburg Maxglan erfunden wurde. Zu recht?

Ich würde meinen, JA. Die Entscheidung für Tom Hofer ist durch und durch schlüssig. Tom Hofer ist der einzige Salzburger Trainer in der Regionalliga West von dem man den Eindruck hat, dass er dem Verein wirklich weiterbringen kann. Tom Hofer hat mit dem USK Anif viel erreicht. Er hat meiner Meinung nach mehr aus dem Verein heraus geholt als notwendigerweise drin gesteckt ist. Die Mannschaft hat sich Schritt für Schritt weiter entwickelt ohne offensichtliche Abnutzungserscheinungen.

Als der USK Anif den Packt mit dem Teufel schloss erreicht er zwar das Ziel Aufstieg nicht, allerdings gelang es ihm im Sommer innerhalb kürzester Zeit eine neue, schlagkräftige Mannschaft zu formen. Seine Aussagen über die Schwierigkeiten innerhalb der Anifer Mannschaft lassen den Schluss zu, dass er sehr schnell wusste wo die Probleme lagen und wie man solche Probleme in Zukunft vermeiden kann.

Ich halte die Besetzung schlicht und ergreifend für perfekt. Trotzdem hoffe ich, dass bei uns nicht wieder die Bäume in den Himmel wachsen. Heuer wird man sehr schnell den Klassenerhalt endgültig fixieren und sich dann gut auf den Herbst vorbereiten. In der nächsten Saison gilt es dann ohne sportlichen Druck Schritt für Schritt den Verein um zubauen.

In diesem Sinne „Herzlich Willkommen“.

Auf in ein neues Jahr

Das Jahr 2012 hat bereits begonnen. Für mich ist der Jahreswechsel eine gute Gelegenheit meinen Blog wiederzubeleben und einen kleinen Ausblick auf das neue Fußballjahr zu geben.

Meiner Meinung nach ist den Verantwortlichen der Austria ein wahrer Glücksgriff gelungen. Tom Hofer ist wohl der einzige Trainer der im Moment der Austria wirklich weiterhelfen kann. Ich persönlich erwarte mir sehr viel von ihm. Wobei in dieser Saison eigentlich nur mehr zwei Dinge wichtig sind. Ein gutes Ergebnis in Mordor und die Qualifikation für den ÖFB-Cup über den SFV-Cup.

Ansonst sollte die Gelegenheit genutzt werden das Umfeld der Austria weiterzuentwickeln. Dazu gehören für mich zwei Dinge. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Wertung.

1) Vereinsentwicklung: Für unsere Gründungsgeschichte ist das Verhältnis: Verein -> Mitglieder -> organisierte Fans -> unorganisierte Fans -> Verein zu schlecht. Auch wenn ich mich in diesem Zusammenhang sicherlich an meiner eigenen Nase nehmen muss, aber hier gehört von allen Seiten ein Schritt aufeinander zu gemacht und das Gemeinsame vor das Trennende gestellt.

2) Eine Heimat für die Austria: Ich bewundere jeden der sich für das Projekt einsetzt. Ohne konkretes Projekt knapp 50.000 € zu sammeln ist wirklich beachtlich. Deshalb an dieser Stelle meine Bitte an alle die diesen Blog lesen. Nehmt Euch ein Herz und unterstütz die Aktion.

Abschließend ist es mir trotzdem ein Anliegen mein Bauchgefühl sprechen zu lassen. Ich halte unseren Verein, bei allen Widrigkeiten, für etwas unendlich Geiles. Auch wenn nicht immer alles reibungslos klappt am Ende des Tages ist es für mich immer wieder ein schönes Gefühl diese Mannschaft spielen zu sehen. Es gibt Momente da freue ich mich schon alleine über die Tatsache, dass ich die Mitgliedskarte in meiner Hand halte. Dieses Gefühl gibt mir sonst wohl nichts auf dieser Welt.

Vorschau ÖFB-Cup-Vorrunde

Heute ist es also soweit die Saison beginnt, endlich möchte man sagen. Es geht gleich los mit einem ordentlichen Kracher. ÖFB-Cup-Vorrunde gegen USK Anif. Vor rund drei Wochen habe ich schon geschrieben, warum ich mich über dieses Los freue.

 

Meine Einschätzung von damals hat sich bestätigt. Von allen Seiten ist die Vorfreude zu spüren. In meinem persönlichen Umfeld schlägt sich dies auch beim Kartenverkauf nieder. Durch die Nummerierung der Sitzplätze kann man nicht mehr ganz so einfach kommen oder eben nicht kommen wie man lustig ist. Beim derzeitigen Wetter schadet es nicht, dass der eine oder andere die Karte schon kaufen musste und somit heute gehen wird.

 

Sportlich bin ich wirklich gespannt auf die Leistung heute. Vorbereitungsspiele sind Vorbereitungsspiele. *5EuroindenPhrasentopfsprichStadionfonds* Aber heute geht es um die sog. Wurst. Ich persönlich schätze unsere Mannschaft etwas stärker ein. Zwei Punkte sind für mich ausschlaggebend.

 

Heimvorteil

Kaderzusammenstellung

 

Heimvorteil: Ich erinnere mich noch gut an Diskussion in der 2. Klasse über die Stimmung, irgendwie war damals auf Grund der Mannschaftsstärke die Unterstützung der Fans nicht der Art wichtig wie es in engen Spielen der Fall ist. Diese Regionen wurden zum Glück schnell verlassen. Heute sieht man in engen Spielen wie wichtig die Curva Viola für das Spiel sein kann. Wenn Emich von einem Duell auf Augenhöhe spricht, denke ich kann dies der entscheidende Faktor sein.

 

Kader: Die Austria hat sich wie es im Fußball so schön heißt, punktuell verstärkt. Bei Anif stehen 12 Neuzugänge, 15 Abgänge gegenüber. Das sollte ein weiterer Vorteil für die Austria sein. Tom Hofer respektiere ich als Trainer, deshalb bin ich froh, sie in dieser frühen Phase zu erwischen und nicht als eingeschworenen Haufen.

 

Alles in allem hoffe ich, dass die Mannschaft ihr Potential abruft. Ich halte da ein bisschen mit Emich, der sinngemäß immer sagt: Wenn wir unsere Leistung bringen, können die anderen machen was sie wollen.

 

In diesem Sinne: FORZA VIOLA

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