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Schlagwort-Archiv: Union Innsbruck

Der Alltag hat uns wieder

Ich weiß schon, es ist nicht alltäglich ein Auswärtsspiel gegen den SV Hall in Oberndorf auszutragen. Aber darum geht es mir auch nicht. Die Austria ist nach dem absoluten Topspiel des Jahres wieder ganz schnell im Alltag angekommen. Vor einer Woche ging es noch im EM-Stadion Wals-Siezenheim vor über 7.000 gegen die Orks aus Mordor, am Samstag spielte man am alten Oberndorferplatz vor etwas mehr als 1.100 Leute gegen den SV Hall. Kurz gesagt, der Alltag hat uns wieder.

Aus privaten Gründen gehörte dieses Spiel für mich zu den besseren, dieser alltäglichen Spiele. Kommt doch meine Familie aus Oberndorf bzw. Bürmoos und der Ausflug wurde mit privaten Terminen und dem, doch zufälligen Besuch, im Hochzeitslokal meiner Eltern verbunden. So viel zum privaten, sentimentalen Teil.

Das Spiel durfte ich folgenden Dialog mitanhören: „Ich will wieder zurück in die Landesliga und nur mehr auf solchen Plätzen spielen“, die Antwort kam postwendend: „Du bist nicht der Erste der mir das heute sagt.“ Ich kann diese Aussagen nicht unterschreiben. So schön das alles ist, günstiges Bier, kein Stress bei An- und Abreise, entspannt Fußball schauen und Klugscheißen, ich für meinen Teil sehe das nicht als die Austria-Vision 2015(2020). Ich will nicht unverschämt klingen, bei unserer Geschichte der letzten Jahre kann man das sowieso nicht, sondern ehrlich. Es hat ja seinen romantischen Reiz quer durch den unterklassigen Fußball des Landes zu tingeln. Aber mein Traum vom Fußball sieht einfach anders aus. Oder anders gesagt, es muss einfach um etwas gehen und das tut es im Moment nicht wirklich.

Klar der Sieg vom Samstag war extrem wichtig. Ein Punktverlust gegen die Haller und wir wären wirklich ganz dick drin gewesen, im Abstiegskampf. So kann man dieses Thema langsam aber doch abhaken, mit einem Sieg gegen Union Innsbruck am nächsten Samstag wäre der nächste große Schritt gemacht. Abgesehen davon würde man die Innsbrucker wieder einen Schritt nach unten schießen, ein schöner Gedanke.

Das Spiel selbst fällt für mich in die Kategorie: Pflichtsieg. Genau darum ging es auch. Die Ausgangslage war nämlich alles andere als rosig. Insgesamt 4 Innenverteidiger sind ausgefallen. Tom Hofer griff in die Aufstellungstrickkiste und zauberte des Duo: Winkler/Hirsch als neue Innenverteidigung hervor. Beide Spieler zeigten, dass sie sicherlich zu den charakterstärksten Spielern gehören und lieferten eine solide Leistung ab. Zum Glück hieß der Gegner Hall und nicht Wattens oder Anif. Auch in der Tormannfrage zeigte Tom Hofer, dass er durchaus bereit ist hinter seinen Spielern zu stehen. Martin Eisl wurde wieder aufgestellt und löste seine Aufgabe sehr solide. Man kann sich nur für alle Beteiligten wünschen, dass Martin Eisl Spiel für Spiel an Sicherheit gewinnt und im Laufe der Saison zu einer absoluten Nummer 1 wird.

Die Austria tat sich lange Zeit sehr schwer gegen den SV Hall, schaut man sich die Aufstellung genauer an ist dies nicht verwunderlich. Man kann den Betreuern und den Spielern nur wünschen, dass sich der Verletzungsteufel langsam verabschiedet und sich so schnell wie möglich eine Stammelf heraus kristallisiert, ohne einen Grundstock wird es nämlich verdammt schwierig eine spielerische Linie zu finden. Am Ende darf man trotzdem diesen 3:1-Sieg als verdient bezeichnen. Und um nichts anderes ging es am Samstag.

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Ihr könnt nach Hause fahren

Der altbekannte Fußballschlachtgesang hallte gegen Ende des Spiels beim Stand von 4:1 für Austria mehrmals durch das Stadion. Union Innsbruck wurde nach einem frühen 0:1-Rückstand mit 4:1 nach Hause geschickt. Wenn es nach mir ging hätte man auch gleich singen können: „Ihr könnt zur Hölle fahren“ – der Verein nervt einfach gewaltig.

 

Sportlich unterstrich die Austria abermals, dass man heuer zu den ganz Guten gehören wird. Trotz des frühen Rückstands wurde recht schnell klar, dass es nur einen Sieger geben kann. Marko Vujic gelang dann der erlösende Treffer zum Ausgleich. Ab da war es nur mehr eine Frage der Zeit bis man die weiteren Tore zur Führung herausspielte. Am Ende muss man sagen, dass wohl noch das ein oder andere Tor möglich gewesen wäre, was allerdings bei dieser Hitze nicht zu den primären Aufgaben gehört.

 

Zwei Dinge fallen bei der momentanen Spielweise extrem auf. Die Spieler scheinen von Woche zu Woche besser zu kicken. Bei Bernhard Kletzl war das am Samstag am offensichtlichsten, gut da war auch genug Potenzial nach oben, trotzdem war es augenscheinlich, dass insgesamt das Passspiel und das Mitspielen besser wurde. Nervig hingegen ist unsere Undiszipliniertheit und zwar gewaltig. Reifeltshammer hatte Glück nicht vom Platz zu fliegen, Märzendorfers Gelbe war auch unnötig. Es scheint bei ein paar Spielern zum guten Ton zu gehören entweder durch absolut sinnlose Fouls im Mittelfeld oder teilweise am gegnerischen 16er bzw durch Meckern Karten zu riskieren. Hoffentlich gelingt es Trainer Didi Emich dies bald zu verbessern.

Fennerkaserne

Heute sehe ich die Austria also erneut nicht, dieses Mal zipft es mich ordentlich an. Erstens ist der Termin scheiße, na gut wenn ich es rechtzeitig gemeldet hätte, wäre es wohl mit einem früheren Dienstschluss kein Problem gewesen. Der zweite Grund ist viel ärgerlicher, das Spiel findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Kurz möchte ich noch meinen Frust über diese Entscheidung loswerden. Union Innsbruck hat kein Interesse daran das Spiel im Tivoli auszutragen, kein Wunder ihr Platz ist rund 15 Meter schmaler als der genormte Platz im Tivoli, da braucht man kein Prophet sein um zu wissen welche Mannschaft da im Vorteil ist. Nun spielt man also am Sportplatz Fennerkaserne, zwischen Hofgarten, Polizeidirektion und Universität. Eigentlich ist die ganze Posse rund um dieses Spiel so skandalös, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll mich aufzuregen. Ganz besonders ärgert mich die Hasenfuß-Mentalität des ÖFB, kein Wunder bei so einem Verband, dass wir international zur Lachnummer verkommen.

Die Sache wäre so einfach gewesen, ich hab es eh schon gesagt, ab ins Tivoli. Dort kann man solche Spiele durchziehen. Nun gut, alea iacta est. Das Spiel findet statt, die Austria wird den Innsbruckern hoffentlich die Klatsche ihres Lebens verpassen. Damit würde man uns Fans heute wohl eine ordentliche Freude machen.

Die richtige Lösung wäre gewesen: Tivoli

Jetzt ist der Wahnsinn perfekt, wenn Fußballrechtsverdreher und die Justiz in Österreich auf einander prallen kommt am Ende folgendes heraus: Der Nachtrag zwischen Union Innsbruck und der Austria findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Für alle noch mal zur Erinnerung, die Union Innsbruck bekommt keine Genehmigung das Spiel gegen uns auf Ihrem Platz auszutragen, am Ende wird dann entschieden das Spiel gegen uns findet unter Ausschluss unserer Fans statt. Das alleine ist schon merkwürdig, nun hat der Magistrat Innsbruck entschieden, es darf überhaupt niemand zu sehen. Wenigstens das hat man eingesehen.

Die Lösung heißt immer noch Tivoli, dort hat Reichenau gegen uns gespielt, deren Stadion wäre auch zu klein. Die Austria gewann 5:3 und soweit man hört lief alles ruhig ab. Vielleicht denkt man in den Verbänden noch einmal daran, in Zukunft die Verein zum Ausweichen zu zwingen. Die fairste Lösung wäre es alle mal.

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